AUS SACHSEN

Zeitgenössische Malerei und Grafik aus einer Sammlung der Ostdeutschen Sparkassenstiftung

Chemnitz, 25.01.2019. Vom 26. Januar bis zum 22. April stellen die Kunstsammlungen Chemnitz am Theaterplatz ihre neue umfangreiche Dauerleihgabe der Ostdeutschen Sparkassenstiftung vor, die diese im Zusammenwirken mit der Sparkasse Chemnitz erwarb. Fünf Gemälde und über einhundert Arbeiten auf Papier aus den Jahren von 1979 bis 2001 zeigen eine beeindruckende Vielfalt künstlerischer Ausdrucksmöglichkeiten. Von den 64 in Sachsen lebenden oder dort geborenen Künstlerinnen und Künstlern bilden diejenigen aus den Zentren Chemnitz, Dresden und Leipzig einen Schwerpunkt. Sie setzen mit ihren sowohl abstrakten als auch gegenständlichen Werken wichtige Akzente in der zeitgenössischen Kunst.

Neo Rauch, Signal, 1997, Farbserigrafie, Leihgabe der Ostdeutschen Sparkassenstiftung gemeinsam mit der Sparkasse Chemnitz; Foto: Kunstsammlungen Chemnitz/László Tóth © Courtesy Galerie EIGEN + ART Leipzig/Berlin und Zwirner, New York/London/VG Bild-Kunst, Bonn 2019
Angela Hampel, Kopf mit Schnecke, o. J., Farblithografie, Leihgabe der Ostdeutschen Sparkassenstiftung gemeinsam mit der Sparkasse Chemnitz; Foto: Kunstsammlungen Chemnitz/László Tóth © VG Bild-Kunst, Bonn 2019
Carsten Nicolai, Sign 2, 1997, Farblithografie, Leihgabe der Ostdeutschen Sparkassenstiftung gemeinsam mit der Sparkasse Chemnitz; Foto: Kunstsammlungen Chemnitz/László Tóth © Courtesy Galerie EIGEN + ART Leipzig/Berlin/ VG Bild-Kunst, Bonn 2019
Frank Maibier, Imka, 1997, Farblithografie, Leihgabe der Ostdeutschen Sparkassenstiftung gemeinsam mit der Sparkasse Chemnitz; Foto: Kunstsammlungen Chemnitz/László Tóth © 2019 Frank Maibier

Konzipiert wurde die Kollektion im Jahr 2001 von Prof. Dr. h. c. Werner Schmidt (1930–2010), dem langjährigen Direktor des Dresdener Kupferstichkabinettes, Generaldirektor der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden und Gründungspräsidenten der Sächsischen Akademie der Künste. Der Aufbau dieser Sammlung war ein Zeichen der Wertschätzung der überwiegend in Sachsen wirkenden Künstlerinnen und Künstler in einer Zeit, in der die gesellschaftlichen Brüche die Kunst und Kultur im Osten Deutschlands prägten.

"Die Sammlung ist unser Bekenntnis zu Sachsen, zu seinen Künstlerinnen und Künstlern, die in Chemnitz, Leipzig und Dresden, aber gerade auch außerhalb der großen städtischen Zentren leben und arbeiten. Werner Schmidt hat die Sammlung im Auftrag der Sparkassen meisterlich zusammengestellt. Sie dokumentiert zugleich die Haltung einer großen Persönlichkeit und deren Passion für die Kunst und die Künstler", so Friedrich-Wilhelm von Rauch, Geschäftsführer der Ostdeutschen Sparkassenstiftung.

In der Ausstellung wird neben der Malerei vor allem das breite Spektrum der grafischen Techniken, wie Radierung, Lithografie, Collage, Holzschnitt, Serigrafie, Präge- und Siebdruck deutlich. Es sind Werke von Künstlern zu sehen, die in einer bewegten Zeit kontinuierlich und unbeirrt ihren persönlichen künstlerischen Überzeugungen gefolgt sind.

Veranstaltungen
Kuratorin Kerstin Drechsel im Gespräch mit
Thomas Ranft am 6. März 2019, 18.30 Uhr
Rolf Münzner am 3. April 2019, 18.30 Uhr
Petra Kasten am 17. April 2019, 18.30 Uhr

Vortrag
Kunst sammeln mit Werner Schmidt (1930–2010)
Hommage an einen großen Museumsmann
Susanne Altmann, Kunsthistorikerin
am 27. März 2019, 19 Uhr

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