Bedeutendes Meisterwerk barocker Schnitzkunst in Königsbrück

Ostdeutsche Sparkassenstiftung und Ostsächsische Sparkasse Dresden unterstützen die Restaurierung des hölzernen Schellendorff-Epitaphs in der Hauptkirche Königsbrücks

Dresden, 09.01.2019. 200 Jahre ist es her, dass in Königsbrück eine Sparkasse errichtet wurde. Damit schlug im Jahre 1819 zugleich die Geburtsstunde der ersten sächsischen Sparkasse. Aus Anlass dieses Jubiläums eröffnete Ulrich Franzen, Vorstandsmitglied der Ostsächsischen Sparkasse Dresden, eine kleine Ausstellung in der Sparkassenfiliale und lud die Königsbrücker und ihre Gäste zu einer kleinen Zeitreise in die Sparkassengeschichte ein. „In 200 Jahren hat sich vieles verändert. Die Sparkasse hat es immer wieder geschafft, sich den Herausforderungen der Zeit erfolgreich zu stellen und sich weiterzuentwickeln“, erklärt Ulrich Franzen und ergänzt: „Die Sparkasse hat eine lange Tradition. Die Erinnerung an unsere Wurzeln ist uns sehr wichtig – ebenso wie der Schritt in die Zukunft.“

BildErste sächsische Sparkasse vor 200 Jahren in Königsbrück gegründet: Ulrich Franzen, Vorstandsmitglied der Ostsächsischen Sparkasse Dresden, (li.) und Peter Sonntag vom Heimatverein Königsbrück. Foto: OSD / Andreas Scheunert

Gründervater Peter Carl Wilhelm Graf von Hohenthal
Die Sparkassengründung war seinerzeit ein Novum, denn solch eine Einrichtung gab es bislang nicht im Königreich Sachsen. Zu verdanken ist sie dem Standesherrn Graf Peter Carl Wilhelm von Hohenthal. Er verwirklichte mit der Gründung nicht nur einen lang gehegten Wunsch, sondern verband damit auch die Hoffnung, ärmeren Schichten die Möglichkeit zu geben, für Notzeiten etwas Geld anzusparen. Inspiriert war der Graf durch die Sparkassengründungen in Hamburg und Stuttgart. Hohenthal, der u.a. als Konferenzminister am sächsischen Hof wirkte, engagierte sich Zeit seines Lebens für das Gemeinwohl.

Übergabe Stiftungsförderung an Heimatverein
An diesem Abend ging es nicht nur um die Würdigung des Jubiläums. Sparkassenvorstand Ulrich Franzen nutzte zudem die Gelegenheit, eine Förderzusage der Ostdeutschen Sparkassenstiftung im Freistaat Sachsen an den Heimatverein Königsbrück zu überbringen. Für diesen erfüllt sich damit ein langer Wunsch: Die Restaurierung eines historisch bedeutsamen Stücks Stadtgeschichte, des Schellendorfschen Epitaphs in der Königsbrücker Hauptkirche, kann auf den Weg gebracht werden. Diese Förderung ist ein weiteres Beispiel für das nachhaltige Wirken der Sparkasse, das zugleich Vergangenheit und Zukunft verbindet.

Zur Historie der Königsbrücker Sparkasse
Nach dem Tod des Gründers im Januar 1819 übernahmen zunächst die beiden Söhne die Geschäfte der Sparkasse. Dennoch war dies nur von kurzer Dauer. Im Oktober 1832 löste der Enkel des Gründers, Peter Alfred von Hohenthal, die Sparkasse wieder auf. Damit ging das erste Kapitel der Sparkassengeschichte in Königsbrück zu Ende. Im Jahre 1850 erfolgte die Neugründung der Sparkasse durch den Landwirtschaftlichen Verein, wobei sich der Standesherr Peter Alfred von Hohenthal bereit erklärte, eine Garantie in Höhe von 2.000 Talern zu übernehmen. Bereits vier Jahre später ging sie in die Trägerschaft der Kommune über. Ihr Domizil hatte die Sparkasse anfangs in der Rentmeisterei unweit des Schlosses, später im Rathaus. 1887 hatte sie jeden Werktag von 8 bis 12 Uhr geöffnet. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs öffnete die Zweigstelle Königsbrück der Kreissparkasse Kamenz in den Räumen des Rathauses und zog 1947 in den Goldenen Hirsch. Seit 1997 ist sie in den Räumen des ehemaligen Amtsgerichts Zuhause.

Ausstellung
Die Ausstellung in den Räumen der Sparkasse ist wie folgt geöffnet: dienstags von 9 – 13 Uhr und 14  - 18 Uhr sowie freitags von 9 – 13 Uhr. 

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