Ein Bauhaus-Highlight in Leipzig

Festliche Übergabe der rekonstruierten Josef-Albers-Fenster an die Öffentlichkeit

Leipzig, 04.12.2011. Genau 85 Jahre nach der Beauftragung der Fenster und 68 Jahre nach deren Zerstörung – erfolgte die festliche Übergabe der Josef-Albers-Fenster an die Öffentlichkeit. Besucher können jetzt die rekonstruierten, vom Dessauer Bauhaus-Künstler Josef Albers 1926 entworfenen Glasfenster in Gänze erleben. Ermöglicht wurde die Rekonstruktion der Fenster durch das außerordentliche Engagement der Ostdeutschen Sparkassenstiftung und der Sparkasse Leipzig.

Fenster im Haupttreppenhaus des Leipziger Grassimuseums. 
Die größte Flachglasarbeit des Bauhaus-Künstlers Josef Albers.

„Wer Bauhaus ganz nah erleben will, sollte ins Leipziger Grassimuseum kommen: Seit 2006 haben wir dieses Projekt intensiv verfolgt, haben Spendeninitiativen initiiert, Freunde und Förderer mobilisiert. Ein großer Tag für unser Haus. Damit sind die letzten Kriegswunden geschlossen.“ so die Direktorin des GRASSI Museums für Angewandte Kunst, Dr. Eva Maria Hoyer.

„Die Ostdeutsche Sparkassenstiftung und die Sparkasse Leipzig sind seit vielen Jahren starke Partner des mutigen, tatkräftigen und kompetenten Engagements des GRASSI Museums für Angewandte Kunst. Die nun rekonstruierten Albers-Fenster sind ein weiterer Schritt für das Museum, seine einstige Bedeutung wiederzugewinnen. Wir unterstützen dies aus vollem Herzen“, so Claus Friedrich Holtmann, Vorsitzender des Vorstandes der Ostdeutschen Sparkassenstiftung und Geschäftsführender Präsident des Ostdeutschen Sparkassenverbandes. 

„Das Grassi Museum ist für Leipzig ein Geschenk. Die wiederhergestellten Fenster von Josef Albers unterstreichen den internationalen Rang, den sich das Museum systematisch zurückerarbeitet hat. Der Sparkasse Leipzig ist es ein großes Anliegen gemeinsam mit der Stiftung das Museum dabei zu unterstützen“, so Dr. Harald Langenfeld, Vorsitzender des Vorstandes der Sparkasse Leipzig. 

Unter den baugebundenen Projekten von Josef Albers (1888 - 1976) kommt den bis zu sieben Meter hohen Fenstern im Haupttreppenhaus des Leipziger Grassimuseums eine zentrale Rolle zu. Die insgesamt 18 Fenster stellen die größte Flachglasarbeit eines Künstlers der Dessauer Bauhauszeit dar. 1926 entworfen, 1927 gefertigt und eingebaut, waren sie während des Zweiten Weltkrieges 1943 zerstört worden. Nach Kriegsende ersetzte man die gestalteten Fenster durch einfaches Fensterglas.

Herausragendes Kennzeichen der rekonstruierten Fenster ist das mundgeblasene Doppelüberfangglas. Es besteht aus einem klaren Trägerglas mit einem opaken weißen Überfang und einem grünlichgelben Farbüberfang. Dieser doppelte Überfang bewirkt unter anderem, dass bestimmte Partien von innen betrachtet dunkel, von außen gesehen hingegen hell erscheinen. Akzentuiert wird das Glas durch flächig aufgetragenes Schwarzlot und Silbergelb sowie horizontale und lineare Schliffe.

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