Fürst Pückler. Ein Europäer in Branitz

Ostdeutsche Sparkassenstiftung und Sparkasse Spree-Neiße geben Startschuss für Gestaltung einer neuen Dauerausstellung

Cottbus, 31.01.2018. Die Sparkasse Spree-Neiße und die Ostdeutsche Sparkassenstiftung haben ein Projekt von überregionaler Bedeutung ausgewählt, das sie gemeinsam unterstützen möchten. Im Schloss Branitz übergeben heute Friedrich-Wilhelm von Rauch, Geschäftsführer der Ostdeutschen Sparkassenstiftung, und Ralf Braun, Vorstandsmitglied der Sparkasse Spree-Neiße, die Förderzusage für die Umsetzung einer Dauerausstellung im Schloss Branitz mit dem Titel „Fürst Pückler. Ein Europäer in Branitz“. Mit großer Freude nimmt Gert Streidt, Direktor der Siftung Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz, die Fördermittel entgegen.

BildSchloss Branitz: Ostdeutsche Sparkassenstiftung und Sparkasse Spree-Neiße geben Startschuss für Gestaltung einer neuen Dauerausstellung. © SFPM, Foto: Hans Bach, 2013

„Fürst Pückler hart uns ein Erbe von europäischer, ja weltweiter Geltung als Gartenkünstler, Reiseschriftsteller und nicht zuletzt von Lebensart hinterlassen. Die Ostdeutsche Sparkassenstiftung hat darum gemeinsam mit der Sparkasse Spree-Neiße beherzt ja gesagt, damit Pückler in seinem einstigen Schloss sowohl heimischem Publikum als auch Besuchern aus aller Welt mit modernsten, wettbewerbsfähigen Präsentationsmöglichkeiten nahe gebracht werden kann“, so Friedrich-Wilhelm von Rauch.

„Der Branitzer Park mit seinem schönen Schloss ist nicht nur für die Stadt Cottbus von unschätzbarem Wert, sondern auch über die Grenzen Deutschlands hinaus von geschichtlicher Bedeutung“, begründet Ralf Braun die Förderung dieses großen Vorhabens. „Die seit Jahren steigenden Besucherzahlen zeigen das wachsende Interesse an der schillernden Persönlichkeit des Fürsten, der zu den außergewöhnlichen Figuren in der brandenburgisch-preußischen Geschichte zählt. Mit dem Erleben der bereits restaurierten wundervollen historischen Räume, ergänzt durch die neue Dauerausstellung, bietet sich dem Branitzbesucher künftig der ganze außergewöhnliche Facettenreichtum der pücklerschen Lebenswelt.“

„Das Land Brandenburg ist der Ostdeutschen Sparkassenstiftung und der Sparkasse Spree-Neiße außerordentlich dankbar für die weitreichende Unterstützung dieses Projekts“, so Ministerin Dr. Martina Münch. „Nachdem das Land Brandenburg zum 1. Januar 2018 durch Gründung einer Landesstiftung eine größere Verantwortung für die Bewahrung dieses herausgehobenen kulturellen Erbes in Cottbus-Branitz übernommen hat, kann mit der neuen Dauerausstellung im Schloss Branitz ein weiterer wichtiger Baustein zur Entwicklung dieses einmaligen Juwels hinzugefügt werden. Mein Dank gilt ebenso der Bundesregierung, die die notwendigen Kofinanzierungsmittel für die neue Dauerausstellung zur Verfügung gestellt hat.“

„Mit der neuen Pückler-Ausstellung wird die seit 2008 laufende Neukonzipierung der Präsentation des Branitzer Schlosses abgeschlossen“, betont Gert Streidt, Direktor der Siftung Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz. „Das Schloss kann ab Mai 2019, wenn die Ausstellung eröffnet wird, wieder in der Funktion erlebt werden, die schon der „grüne“ Fürst einst geplant hatte: Als Kristallisationspunkt seines Branitzer Gesamtkunstwerks aus Gartenkunst, Landschaftsgestaltung und Architektur. Ich bin sehr froh, dass wir dieses Langzeitprojekt dank des Engagements der Ostdeutschen Sparkassenstiftung gemeinsam mit der Sparkasse-Spree Neiße nun vollenden können.“

Das Projekt
Im Juni 2015 wurden im Schloss Branitz mit einem großen Festakt die restaurierten Salons eröffnet, die mit ihren kostbaren Raumgestaltungen exemplarisch für die fürstliche Wohnkultur des 19. Jahrhunderts stehen. Ein aufwendiges Restaurierungsprojekt, gemeinsam ermöglicht durch die Ostdeutsche Sparkassenstiftung und die Sparkasse Spree-Neiße, fand seinen krönenden Abschluss. Aufbauend auf die von den Besuchern hervorragend angenommenen historischen Räume wurden interessante und umfangreiche Ideen zur Fortführung dieses Projektes entwickelt. Gegründet auf der Sammlung originaler Sach-, Bild- und Schriftzeugnisse, die zur Präsentation und Erforschung der fürstlichen Lebensleistung grundlegend sind, soll in 11 weiteren Räumen des Schlosses eine neue umfassende, multimediale Dauerausstellung entstehen. Hier wird das Leben und Werk Pücklers, insbesondere als überragender Landschaftsgestalter und Visionär, dargestellt. Branitz kann damit nicht nur auf dem aktuellen Stand der Pücklerforschung aufbauen, sondern erstmalig auch seine Stellung als weltweit einziges Pückler-Museum präsentieren.

„Bewahren, Stärken, Begeistern.“ Die Ostdeutsche Sparkassenstiftung fördert in diesem Sinne seit 1996 Kunst, Kultur und Denkmalpflege. Die Stiftung ist ein Gemeinschaftswerk aller Mitgliedssparkassen des Ostdeutschen Sparkassenverbandes (OSV) in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Sachsen-Anhalt. Über 1.900 Projekte wurden zusammen mit den heute 45 OSV-Sparkassen gefördert, begleitet und selbst realisiert. Dafür standen rund 80 Millionen Euro aus den Vermögenserträgen, dem überörtlichen Zweckertrag des PS-Lotterie-Sparens sowie den projektbezogenen Zusatzspenden der Sparkassen und ihrer Verbundunternehmen zur Verfügung. Davon wurde allein im Land Brandenburg für 498 Projekte eine Gesamtsumme von rund 18 Millionen Euro bereitgestellt. Die Sparkassenorganisation ist der größte nicht-staatliche Kulturförderer in Deutschland.