Glocken für Könnern

Ostdeutsche Sparkassenstiftung und Salzlandsparkasse fördern Restaurierung der Glockenanlage in der Stadtkirche St. Wenzel Könnern

Könnern, 08.08.2018. In der Stadtkirche Könnern übergab heute Hans-Michael Strube, Vorstandsvorsitzender der Salzlandsparkasse, eine Förderzusage der Ostdeutschen Sparkassenstiftung für die geplante umfassende Restaurierung der Glockenanlage. Mit großer Freude nahm die Pfarrerin der evangelischen Kirchengemeinde Könnern, Roswitha Meißner, gemeinsam mit weiteren Vertretern des Gemeindekirchenrates die Förderung entgegen. Damit können die Arbeiten nun beginnen.

BildHans-Michael Strube (Bildmitte), Vorstandsvorsitzender der Salzlandsparkasse, übergab die Förderzusage von Stiftung und Sparkasse an Vertreterinnen der evangelischen Kirchengemeinde Könnern. Damit können die Arbeiten für die umfassende Restaurierung der Glockenanlage nun beginnen.

Über Jahrhunderte haben vier Glocken auf dem Turm geläutet, bis die beiden kleineren Glocken vor rund einhundert Jahren kriegsbedingt eingeschmolzen wurden. Die Restaurierung der zweiten sowie der Neuguss einer dritten Glocke in der Könneraner St. Wenzel-Kirche bilden nun den Abschluss der jahrelangen Bemühungen der Kirchengemeinde um die Vervollständigung des Geläuts. Ausdauer und Engagement haben sich damit nicht nur mit klingender Münze, sondern auch mit klingenden Tönen ausgezahlt.

Die beiden größeren Glocken der Stadtkirche Könnern sind zwar erhalten geblieben. Es handelt sich um (Glocke I) eine 1614 von Jakob König aus Erfurt gegossene, 2.800 kg schwere Glocke, die als sein wohlklingendes „Meisterstück“ gilt. Glocke II ist sogar älter als die Kirche selbst, sie wurde ca. um 1300 gegossen und wiegt etwa 1.150 kg. Beide Glocken zusammen sind eines der klanglich eindrucksvollsten Klangdenkmale. Inzwischen sind sie aber erheblich geschädigt. Derzeit ist das Läuten stark eingeschränkt, auch um den maroden Glockenstuhl nicht weiter zu belasten. Zusätzlich zu der dringend erforderlichen Restaurierung von Glocke II und Glockenstuhl ist nun außerdem der Neuguss einer dritten Glocke geplant. Damit wird dann auch die Klanglücke wieder geschlossen und es wird aus dem Kirchturm wieder klingen wie vor dem ersten Weltkrieg.

Die Salzlandsparkasse, die neben der Ostdeutschen Sparkassenstiftung einen Teil der Förderung übernommen hat, will damit auch das außergewöhnliche Engagement in der Kirchengemeinde würdigen. Schon seit rund vier Jahren haben die Kirchengemeinde und der engagierte Heimatverein St. Wenzel gemeinsam mit den Könneraner Einwohnern zahlreiche Spendensammelaktionen und gemeinsame Aktivitäten zur Finanzierung des umfangreichen Projektes durchgeführt. Diese Leistung und die auf diese Weise bewundernswert gelebte Gemeinschaft sollen auf diese Weise anerkannt werden.

Die Sparkasse fördert als regional tätiges Wirtschaftsunternehmen wie kein anderes Kreditinstitut Kunst, Kultur, und gemeinnützige Aufgaben im Salzlandkreis. „Das  umfassende Engagement der Könneraner Bürger ist für uns ein guter Grund, dabei zu sein. Die Ostdeutsche Sparkassenstiftung und die Salzlandsparkasse sind froh, ein Projekt zu unterstützen, das nicht nur die Vergangenheit bewältigt, sondern mit dem sich sozusagen ein ganzer Ort identifiziert“, sagte Hans-Michael Strube, Vorstandsvorsitzender der Salzlandsparkasse. „Mit dem starken Engagement der Kirchengemeinde, einer nicht unerheblichen Eigenleistung und unserer Unterstützung kann das Kirchengeläut nun vervollständigt werden und die Menschen in der Region können sich am neuen Klang erfreuen“, so Hans-Michael Strube.

„Bewahren, Stärken, Begeistern.“ Die Ostdeutsche Sparkassenstiftung unterstützt seit 1996 als Gemeinschaftswerk aller Mitgliedssparkassen des Ostdeutschen Sparkassenverbandes (OSV) Kunst, Kultur und Denkmalpflege in Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen. Über 2.060 Projekte wurden zusammen mit den heute 45 OSV-Sparkassen gefördert, begleitet und selbst realisiert. Dafür standen rund 87 Millionen Euro aus den Vermögenserträgen, dem überörtlichen Zweckertrag des PS-Lotterie-Sparens sowie den projektbezogenen Zusatzspenden der Sparkassen und ihrer Verbundunternehmen zur Verfügung. Davon wurde allein im Land Sachsen-Anhalt für 455 Projekte eine Gesamtsumme von rund 20 Millionen Euro bereitgestellt. Die Sparkassenorganisation ist der größte nicht-staatliche Kulturförderer in Deutschland.

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