Initiativpreis für Burg Beeskow

Museumspreis der Ostdeutschen Sparkassenstiftung geht an das Regionalmuseum Burg Beeskow

Beeskow, 29.05.2018. Die Ostdeutsche Sparkassenstiftung vergab heute ihren „Initiativpreis zur Förderung innovativer Konzepte im Brandenburger Museumswesen“ zum fünften Mal. Der mit 25.000 € dotierte Preis geht in diesem Jahr an das Regionalmuseum Burg Beeskow.  Patricia Werner von der Geschäftsführung der Ostdeutschen Sparkassenstiftung übergab den Preis an das Projektteam der Burg Beeskow um Florentine Nadolni und Kristina Geisler. „Verborgene Schätze in die breite Öffentlichkeit zu bringen, ist uns ein zentrales Anliegen“, sagte Werner bei der Übergabe.

Die Ostdeutsche Sparkassenstiftung vergab ihren „Initiativpreis zur Förderung innovativer Konzepte im Brandenburger Museumswesen“ zum fünften Mal. Fotograf: Thomas Klaeber
Der mit 25.000 € dotierte Preis geht in diesem Jahr an das Regionalmuseum Burg Beeskow. Fotograf: Thomas Klaeber
Die preisgekrönte Projektidee nimmt sich der bisher unaufgearbeiteten Sammlungen an. Die Sammlungsobjekte sollen geordnet und digitalisiert werden. Foto: Sammlung Regionalmuseum Burg Beeskow

In Ihrer Laudatio betonte Petra Zwaka, Leiterin der Museen Tempelhof-Schöneberg a.D. und Mitglied der Jury, dass das Vorhaben des Regionalmuseums Burg Beeskow auf Anhieb überzeugte. „Ganz im Sinne der Auslobung wurde hier das Preisgeld als Starthilfe zur Erarbeitung und Erprobung eines neuen Konzeptes verstanden, das die Basis für die Erneuerung des Stadt- und Regionalmuseums bilden soll. In geradezu beispielhafter Weise werden in diesem vielschichtigen Erneuerungsprozess äußerst gelungen verschiedene inhaltliche Schwerpunkte und methodische Herangehensweisen miteinander in Verbindung gebracht“. Die Jury lobte insbesondere, dass hier mutig und experimentell die über ein Jahrhundert gewachsene Museumsammlung neu in den Blick genommen wird. „Dies aber nicht in stillem Kämmerlein, sondern in einem partizipativen und damit öffentlich transparenten Verfahren, in dem sowohl die lokale Bevölkerung als auch Studierende und Experten verschiedener Disziplinen als Partner einbezogen sind“, so Zwaka weiter.

Die preisgekrönte Projektidee des Regionalmuseums Burg Beeskow nimmt sich unter diesem Ansatz seiner bisher unaufgearbeiteten Sammlungen an. Die Sammlungsobjekte sollen geordnet und digitalisiert werden. Von Anfang an werden eine Ausstellung und eine Veranstaltungsreihe unter dem Titel „Stadt macht Museum – eine Bestandsaufnahme“ diese Maßnahmen begleiten. Weiterhin soll in einem neu einzurichtenden Schaudepot eine partizipativ angelegte Veranstaltungsreihe stattfinden, bei der gemeinsam mit Experten und der regionalen Öffentlichkeit über Objekte, künftige Themen der Ausstellung, Formen der Erzählweisen und Wissensvermittlung oder auch persönliche Gegenstände sprechen, gibt hierfür den Rahmen. „Wir möchten damit“, so der Wunsch der Mitarbeiter der Burg Beeskow, „im Sinne einer ‚Objektschule‘ für die Aussagekraft materieller Überlieferung sensibilisieren und zur Quellenkritik ermutigen“.

Der Initiativpreis wird seit 2006 alle drei Jahre vergeben. Bisherige Preisträger des Initiativpreises sind das Industriemuseum Brandenburg a. d. H., das Ofen- und Keramikmuseum Velten, das Dominikanerkloster Prenzlau und das Klosterstift zum Heiligen Grabe.
Der Initiativpreis wird für eine kreative Idee verliehen, die die innovative und nachhaltige Entwicklung eines brandenburgischen Museums fördert. Er versteht sich als ein Impuls, mit dem die Ostdeutsche Sparkassenstiftung gemeinsam mit den Sparkassen im Land Brandenburg einen aktiven und zukunftsweisenden Beitrag für die Entwicklung einer charakteristischen Kulturlandschaft leisten möchte. 

„Bewahren, Stärken, Begeistern.“ Die Ostdeutsche Sparkassenstiftung fördert in diesem Sinne seit 1996 Kunst, Kultur und Denkmalpflege. Die Stiftung ist ein Gemeinschaftswerk aller Mitgliedssparkassen des Ostdeutschen Sparkassenverbandes (OSV) in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Sachsen-Anhalt.
Über 2.000 Projekte wurden zusammen mit den heute 45 OSV-Sparkassen gefördert, begleitet und selbst realisiert. Dafür standen rund 86 Millionen Euro aus den Vermögenserträgen, dem überörtlichen Zweckertrag des PS-Lotterie-Sparens sowie den projektbezogenen Zusatzspenden der Sparkassen und ihrer Verbundunternehmen zur Verfügung.
Davon wurde allein im Land Brandenburg für 513 Projekte eine Gesamtsumme von über 18 Millionen Euro bereitgestellt.
Die Sparkassenorganisation ist der größte nicht-staatliche Kulturförderer in Deutschland.

Kontakt

  • Dr. Susanne Köstering, Leiterin Museumsverband des Landes Brandenburg e.V.