Kostbare Sandstein-Kunstwerke können restauriert werden

Stiftung und Sparkasse unterstützen Restaurierung der Kanzel und des Taufsteins in der Kirche Naustadt

Naustadt, 19.01.2018. Gemeinsam übergaben Landrat Arndt Steinbach und Rolf Schlagloth, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Meißen, die Förderzusage der Ostdeutschen Sparkassenstiftung und der Sparkasse Meißen zur Restaurierung der Kanzel und des Taufsteins in der Kirche Naustadt an die Ev.-Luth. St. Bartholomäus Kirchgemeinde Röhrsdorf. Pfarrer Christoph Rechenberg nahm die Förderzusage dankend entgegen.

Freuen sich über den Start (v.l.n.r.): Landrat Arndt Steinbach, Pfarrer Christoph Rechenberg, Ev.-Luth. St. Bartholomäus Kirchgemeinde Röhrsdorf/Kirche Naustadt, Rolf Schlagloth, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Meißen, und Familie Schmick. Foto: Sparkasse Meißen
Die Kanzel und der Taufstein wurden im Jahr 1597durch die Werkstatt des bekannten Meißner Bildhauers Hans Köhler geschaffen und von der Familie von Miltitz gestiftet. Deren Wappen ist nur noch zum Teil zu erkennen. Foto: Sparkasse Meißen

Nachdem die Ostdeutsche Sparkassenstiftung gemeinsam mit der Sparkasse Meißen schon 2005 Mittel für die Restaurierung des Epitaphs für Alexander von Miltitz zur Verfügung gestellt hat, können nunmehr zwei weitere Kunstwerke der Kirche Naustadt erneuert werden. Die Kirche Naustadt gibt es seit über 850 Jahren. Sie erhielt im 16. Jahrhundert ihre jetzige Form. Seit 1847 bestimmt der 48 Meter hohe Kirchturm das Ortsbild von Naustadt. Die Kirche war viele Jahrhunderte die Patronats- und Begräbniskirche der sächsischen Adelsfamilie von Miltitz.

Die Kanzel und der Taufstein wurden im Jahr 1597durch die Werkstatt des bekannten Meißner Bildhauers Hans Köhler geschaffen und von der Familie von Miltitz gestiftet. Die Wappen der Stifterfamilie von Miltitz befinden sich im Taufstein und der Kanzel.

Durch Nässe, Salze und sich lösende Ölfarbenschichten sind die Inhalte der bildhaften Darstellungen nicht mehr erkennbar. Mit der Restaurierung sollen beschädigte Stellen mit plastischen Ergänzungen
aufgefüllt, die Farbfassung erneuert und konserviert werden. Die Kirche wird regelmäßig zu Gottesdiensten, Trauungen, Taufen und Konzerten genutzt – die Nähe zu Dresden zieht viele Besucher
in die Kirche.

„Wir freuen uns, dass wir mit der Zusage durch die Ostdeutsche Sparkassenstiftung gemeinsam mit der Sparkasse Meißen heute zwei weitere Kunstwerke in der Kirche Naustadt unterstützen können“, so Rolf Schlagloth, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Meißen.

„Bewahren, Stärken, Begeistern.“ So könnte der Auftrag gelautet haben, mit dem die Ostdeutsche Sparkassenstiftung 1996 die kulturelle Bühne betrat: als Kulturstiftung und Gemeinschaftswerk aller Mitgliedssparkassen des Ostdeutschen Sparkassenverbandes (OSV) in Sachsen, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt.
Allein oder gemeinsam mit öffentlichen, vor allem ehrenamtlichen Kulturinitiativen setzt sie sich dafür ein, Maßstäbliches und Meisterhaftes in Stadt und Region, in Ost- und Mitteldeutschland sichtbar zu machen. Von Kunst und Musik über Literatur und Theater bis hin zur Kulturgeschichte und Denkmalpflege reicht dabei ihr Spektrum – Talentförderung und kulturelle Bildung eingeschlossen.
Über 1900 Projekte wurden zusammen mit den heute 45 OSVSparkassen gefördert, begleitet und realisiert. Dafür standen rund 80 Millionen Euro aus den Vermögenserträgen, dem überörtlichen Zweckertrag des PS-Lotterie-Sparens sowie den projektbezogenen Zusatzspenden der Sparkassen und ihrer Verbundunternehmen zur Verfügung.
Davon wurde allein im Freistaat Sachsen für 722 Projekte eine Gesamtsumme von rund 33 Millionen Eure bereitgestellt.
Die Sparkassenorganisation unterstreicht damit ihre Rolle als größter nichtstaatlicher Kulturförderer in Deutschland. 

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