Kunst aus der DDR wieder erlebbar

Ostdeutsche Sparkassenstiftung, Sparkasse Spree-Neiße und Sparkasse Oder-Spree fördern eine einzigartige Kunstausstellung an gleichzeitig drei Orten im Land Brandenburg

Cottbus, 27.01.2017. Im dkw. Kunstmuseum Dieselkraftwerk Cottbus wird heute die Ausstellung „Schlaglichter. Sammlungsgeschichte(n)“ mit Dr. Ulrike Kremeier, Direktorin des dkw. Kunstmuseums, und Friedrich-Wilhelm von Rauch, Geschäftsführer der Ostdeutschen Sparkassenstiftung, eröffnet. Die
Ausstellung ist ein Gemeinschaftsprojekt und umfasst drei Parallelausstellungen an den drei Orten dkw. Kunstmuseum Dieselkraftwerk Cottbus, Kunstarchiv Beeskow und das Museum Junge Kunst in Frankfurt/ Oder. Das Vorhaben wird gefördert und unterstützt von der Ostdeutschen Sparkassenstiftung gemeinsam mit der Sparkasse Spree-Neiße und der Sparkasse Oder-Spree.

Bild''Schlaglichter. Sammlungsgeschichte(n)'' - Ausstellung in drei Teilen in Cottbus / Eisenhüttenstadt / Frankfurt (Oder) vom 28. Januar bis zum 17. April 2017

„Die drei Kunsteinrichtungen besitzen die umfangreichsten Kunst-Kollektionen aus der DDR“, begründete Ralf Braun, Vorstandsmitglied der Sparkasse Spree-Neiße, die Förderung, als das große Vorhaben im Jahr 2015 begann. „Die Verbindung dieser besonderen Kunstbestände durch die gemeinsame Ausstellung Verschiebungen ist einmalig. Die Erforschung und Neupräsentation der Sammlungsbestände ist ein Gewinn für die Region und die Schau wird deutschlandweit für Aufmerksamkeit sorgen.“

Aus einer umfassenden Depotsichtung der Sammlungen des dkw. Kunstmuseum Dieselkraftwerk Cottbus und des Museums Junge Kunst Frankfurt (Oder) seit ihrer Gründung 1977 bzw. 1964 wie des Bestandes des Kunstarchivs Beeskow entstand diese Ausstellung, die in dieser Weise so noch nicht zu sehen war und Einmaligkeit beansprucht. Bei der Auswahl orientierten sich die Macher vor allem an der Erwerbschronologie der Kunstwerke und so werden gesellschaftliche und kulturgeschichtliche Brüche anhand dreier Kunstbestände offenbar. Diese kunsthistorischen Längsschnitte in 5-Jahresschritten entfalten mit den einzelnen Werkgruppen spannungsreiche Konstellationen, die dadurch ein andersartiges sinnliches Erleben eröffnen. Ins Blickfeld rücken damit Werke der Malerei, deren künstlerische Qualität das Auf und Ab der Zeiten standgehalten haben und stand halten. Das Publikum wird Bekanntem wiederbegegnen und neue Einblicke gewinnen. 

Brandenburg verfügt in seinen zwei renommierten Museumseinrichtungen, dem dkw. Kunstmuseum Dieselkraftwerk Cottbus und dem Museum Junge Kunst in Frankfurt/ Oder sowie dem Kunstarchiv Beeskow über hochwertige Kunstbestände mit dem Schwerpunkt Kunst aus der DDR. Ein Alleinstellungsmerkmal, das zukünftig stärker in den Fokus rücken soll. Das Ausstellungsprojekt „Schlaglichter“ zielt darauf ab, die Sammlungsbestände neu zu erschließen, kunsthistorisch zu bearbeiten und zu präsentieren.

„Bewahren, Stärken, Begeistern.“ So könnte der Auftrag gelautet haben, mit dem die Ostdeutsche Sparkassenstiftung 1996 die kulturelle Bühne betrat: als Kulturstiftung und Gemeinschaftswerk aller Mitgliedssparkassen des Ostdeutschen Sparkassenverbandes (OSV) in Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen.

Allein oder gemeinsam mit öffentlichen, vor allem ehrenamtlichen Kulturinitiativen setzt sie sich dafür ein, Maßstäbliches und Meisterhaftes in Stadt und Region, in Ost- und Mitteldeutschland sichtbar zu machen. Von Kunst und Musik über Literatur und Theater bis hin zur Kulturgeschichte und Denkmalpflege reicht dabei ihr Spektrum - Talenteförderung und kulturelle Bildung eingeschlossen.

Über 1.900 Projekte wurden zusammen mit den heute 45 OSV-Sparkassen gefördert, begleitet und selbst realisiert. Dafür standen rund 80 Millionen Euro aus den Vermögenserträgen, dem überörtlichen Zweckertrag des PS-Lotterie-Sparens sowie den projektbezogenen Zusatzspenden der Sparkassen und ihrer Verbundunternehmen zur Verfügung. 

Davon wurde allein im Land Brandenburg für 406 Projekte eine Gesamtsumme von mehr als 16 Millionen Euro bereitgestellt.

Die Sparkassenorganisation unterstreicht damit ihre Rolle als größter nichtstaatlicher Kulturförderer in Deutschland. 

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