Neues Museum des Meißner Doms eingeweiht

Ostdeutsche Sparkassenstiftung und Sparkasse Meißen sind Partner der neuen Dauerausstellung

Meißen, 31.10.2018. Der Meißner Dom erhält neu gestaltete Museumsräume. Zum Reformationstag konnte der Museumsbereich nun erstmals besichtigt werden. Im Anschluss an den Festgottesdienst, verbunden mit dem Jubiläum „1050 Jahre Hochstift Meißen“, eröffneten Dompropst Superintendent i. R. Andreas Stempel und Dr. Matthias Donath, Vorsitzender des Dombau-Vereins Meißen, zusammen mit Friedrich-Wilhelm von Rauch, Geschäftsführer der Ostdeutschen Sparkassenstiftung, und Rainer Schikatzki, Vorstandsvoristzender der Sparkasse Meißen, die neugestalteten Räume.

Die Ausstellung ist so angelegt, dass die Besucher selbst auf eine Entdeckungsreise gehen können: die Besonderheiten des Meißner Doms erkunden, einem Animationsfilm lauschen, Pergament ertasten und ein Siegel aufstempeln. Das alles geht jetzt in der neuen Dauerausstellung. Fotograf: Hagen Henke, Meißen
Friedrich-Wilhelm von Rauch, Geschäftsführer der Ostdeutschen Sparkassenstiftung, betonte die Bedeutung des Domes für Sachsens Geschichte und kultutrelle Entwicklung. Gemeinsam mit der Sparkasse Meißen unterstützt die Stiftung sehr gerne die neue Dauerausstellung. Fotograf: Hagen Henke, Meißen
Dr. Matthias Donath, Vorsitzender des Dombau-Vereins Meißen, begrüßte viele Gäste zur feierlichen Eröffnung am Reformationstag im Meißner Dom. Fotograf: Hagen Henke, Meißen
Die Neugestaltung erstreckt sich zunächst nur auf zwei Räume östlich des Domchors. Der Raum im Kellergeschoss des Kapitelhauses widmet sich dem Meißner Dom im Mittelalter. Fotograf: Hagen Henke, Meißen
Ein zweiter neu gestalteter Raum dort, wo sich ehemals der Domshop befand, berichtet über Archiv und Kanzlei und stellt die Bedeutung Meißens für die Ausbreitung der neuhochdeutschen Schriftsprache heraus. Fotograf: Hagen Henke, Meißen
Das Hochstift Meißen kann bereits auf eine Geschichte von 1.050 Jahren zurückblicken. Fotograf: Hagen Henke, Meißen

In den Ostteilen des Meißner Doms waren bereits 1999 Museumsräume eingerichtet worden. Diese waren Teil des Besucherrundgangs. Die Ausstellung informierte über die Kirchengeschichte Sachsens, ging aber zu wenig auf den Meißner Dom selbst ein. Nach fast zwanzig Jahren war die damals geschaffene Ausstellung außerdem in die Jahre gekommen. Das neue und moderne Konzept rückt die Besonderheiten des Meißner Doms stärker in den Mittelpunkt. Ein Animationsfilm erklärt, wie das Bistum Meißen und der Meißner Dom entstanden sind und was die heute kaum noch verständlichen Begriffe „Domkapitel“ und „Hochstift“ bedeuten. Die Ausstellung ist so angelegt, dass die Besucher selbst auf eine Entdeckungsreise gehen können: sie hören, sehen und fühlen, was es mit dem Meißner Dom auf sich hat. Zum Beispiel kann man in dem Raum, der sich Archiv und Kanzlei widmet, Pergament ertasten, ein Siegel aufstempeln und in einer Medienstation probieren, alte Schrift zu lesen.

Die Ausstellung ist vollständig zweisprachig, deutsch und englisch. Auf diese Weise soll das internationale Publikum stärker angesprochen werden. Der Meißner Dom ist eine der wichtigsten touristischen Destinationen im Landkreis Meißen. Die Neugestaltung des Dommuseums trägt mit dazu bei, dass der Meißner Dom ein attraktives Ziel für Besucher bleibt, gerade weil über das Erlebnis des eindrucksvollen architektonischen und spirituellen Monuments hinaus eine Vertiefung in moderner Art und Weise angeboten wird.

Die Neugestaltung der Museumsräume war nur möglich, weil Hochstift Meißen und Dombau-Verein Fördermittel einwerben konnten. Den größten Anteil stellte die Ostdeutsche Sparkassenstiftung gemeinsam mit der Sparkasse Meißen zur Verfügung. Die Sächsische Landesstelle für Museumswesen ermöglichte die Herstellung des Animationsfilms. Weitere Mittel steuerte der Meißner Dombau-Verein bei, der das Dommuseum zu seinem wichtigsten Fördervorhaben erklärt hatte.

Die Neugestaltung erstreckt sich zunächst nur auf zwei Räume östlich des Domchors. Der Raum im Kellergeschoss des Kapitelhauses widmet sich dem Meißner Dom im Mittelalter. Ein zweiter neu gestalteter Raum dort, wo sich ehemals der Domshop befand, berichtet über Archiv und Kanzlei und stellt die Bedeutung Meißens für die Ausbreitung der neuhochdeutschen Schriftsprache heraus. Die ersten beiden Museumsräume konnten noch nicht einer Neugestaltung unterzogen werden. Dies soll in den kommenden beiden Jahren nachgeholt werden, verbunden mit einer Neupräsentation der zahlreichen Cranach-Gemälde, die sich im Bestand des Meißner Doms befinden.

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