URSULA ARNOLD . ARNO FISCHER . EVELYN RICHTER . Gehaltene Zeit

Foto-Ausstellung der Ostdeutschen Sparkassenstiftung

Leipzig, 01.07.2016. Einen Tag vor der großen Eröffnung stellen Dr. Hans-Werner Schmidt, Direktor des Museums der bildenden Künste Leipzig, Dr. Jeannette Stoschek, Leiterin des Evelyn Richter Archivs, und Patricia Werner von der Ostdeutschen Sparkassenstiftung die Ausstellung „URSULA ARNOLD . ARNO FISCHER . EVELYN RICHTER . Gehaltene Zeit“ der Öffentlichkeit vor. Die Ausstellung im Jubiläumsjahr der Stiftung wird am Samstag durch Dr. Michael Ermrich, Vorstandsvorsitzender der Ostdeutschen Sparkassenstiftung und Geschäftsführender Präsident des Ostdeutschen Sparkassenverbandes, feierlich gemeinsam mit der Sparkasse Leipzig und dem Museum der bildenden Künste eröffnet.

Dr. Michael Ermrich, Vorstandsvorsitzender der Ostdeutschen Sparkassenstiftung und Geschäftsführender Präsident des Ostdeutschen Sparkassenverbandes, eröffnete feierlich gemeinsam mit der Sparkasse Leipzig und dem Museum der bildenden Künste die Ausstellung. Foto: PUNCTUM/Alexander Schmidt
Ursula Arnold, Stargarder Straße, Berlin © Ostdeutsche Sparkassenstiftung
Arno Fischer, Müritz © Erbengemeinschaft Arno Fischer
Evelyn Richter, Magdeburg © Ostdeutsche Sparkassenstiftung
Ein Blick in die Ausstellung „URSULA ARNOLD . ARNO FISCHER . EVELYN RICHTER . Gehaltene Zeit“, Foto: PUNCTUM/Alexander Schmidt

Erstmals werden in einer Museumsausstellung die drei Fotografen Ursula Arnold (1929–2012), Arno Fischer (1927–2011) und Evelyn Richter (*1930) gemeinsam präsentiert und ihre umfangreichen Œuvres in repräsentativer Auswahl miteinander in Beziehung gesetzt. Gemeinsamkeiten und auch Unterschiede sowie die jeweilige spezifische Sichtweise werden deutlich. In der Ausstellung sind drei Lebenswerke und Lebensläufe der wichtigsten Vertreter der sozial engagierten Fotografie zu entdecken, die jeweils einen eigenen Weg wählten, um sich den herrschenden Bildvorstellungen der DDR zu entziehen.

Während Arno Fischer als Autodidakt zur Fotografie gelangte, haben Ursula Arnold und Evelyn Richter jeweils eine Lehre als Fotografin absolviert und die traditionelle Porträtfotografie im Atelier erlernt. Die beiden jungen Fotografinnen lernten sich 1953 in Leipzig kennen.

Alle drei Fotografen suchen und finden ihre Motive im Alltag. Subjektiv geprägte Bilder aus und von ihrer unmittelbar erlebten Umwelt entstehen. Die offizielle Bildsprache der DDR lehnen sie ab, ihre Fotografien widersprechen dem propagierten sozialistischen Weltbild. Vielmehr stellen die Werke Fragen und erzählen Geschichten, die hinter den Bildern liegen.

Die erste große Museumsausstellung des 2009 gegründeten Evelyn Richter Archivs soll überregional den Blick auf die immer noch vernachlässigte Aufarbeitung der Fotografie in der DDR lenken und die Diskussion national weiter öffnen.

EVELYN RICHTER & URSULA ARNOLD ARCHIV

Den Grundstock des Evelyn Richter Archivs, ein Kooperationsprojekt von Ostdeutscher Sparkassenstiftung und Museum der bildenden Künste Leipzig, bildet das im Sommer 2009 von der Ostdeutschen Sparkassenstiftung erworbene Hauptwerk der Fotografin Evelyn Richter. Da Evelyn Richter über Jahrzehnte kontinuierlich in Werkgruppen gearbeitet hat, lassen sich anhand der über 730 Fotografien des Archivs ihr fotografisches Schaffen und künstlerisches Anliegen außerordentlich gut nachvollziehen. In Zusammenarbeit mit der Fotografin wurde das Archiv in den vergangenen Jahren um Dokumente, Bücher und Fotografien erweitert. Die Arbeit des Archivs ist durch die grundlegenden musealen Aufgaben des Bewahrens, Erforschens und Vermittelns bestimmt.

Nun, in ihrem Jubiläumsjahr, erweitert die Stiftung das Archiv mit dem „Ursula Arnold Archiv der Ostdeutschen Sparkassenstiftung im Museum der bildenden Künste Leipzig“ um eine weitere bedeutende Stimme der sozial engagierten künstlerischen Fotografie. In enger Zusammenarbeit mit Andreas Arnold, dem Sohn der Fotografin, konnten das gesamte Œuvre der Künstlerin erworben werden.

Mit den beiden Archiven wird das Schaffen von zwei der wichtigsten Vertreterinnen der Fotografie in der DDR erhalten, erforscht und angemessen betreut. Zugleich hat damit eine einmalige Sammlung zeitgeschichtlicher Dokumente ihren Ort.

KOOPERATION

Ergänzend zeigt die Kunsthalle der Sparkasse Leipzig „DIE LEHRE. Arno Fischer, Evelyn Richter“ (29. Juni bis 11. September 2016). Die Ausstellungen sind ein Gemeinschaftsprojekt der Ostdeutschen Sparkassenstiftung mit dem Museum der bildenden Künste Leipzig und der Sparkasse Leipzig.

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