Verley uns frieden

Auftakt für das Heinrich Schütz Musikfest 2018 in Weißenfels unterstützt von Sparkassenstiftungen und Sparkassen

Weißenfels, 05.10.2018. Mit einem vielseitigen wie eindrücklichen Festkonzert unter dem Titel „Wenn ick mal tot bin“ wurde heute Abend in der St. Marienkirche Weißenfels das HEINRICH SCHÜTZ MUSIKFEST 2018 eröffnet. Artist in residence 2018, Dorothee Mields, und die lautten compagney Berlin begeisterten das Publikum mit einem facettenreichen Programm, welches das diesjährige Thema des Festivals „Verley uns frieden“ auf besondere Weise aufgriff und Werke der Schütz-Zeit mit Kompositionen aus der Zeit des Ersten Weltkriegs und der Jahre danach präsentierte. – Für die kommenden neun Tage stehen nun mehr als 40 hochkarätige Veranstaltungen in sechs mitteldeutschen Städten auf dem Programm.

Dorothee Mields – eine ausgewiesene Expertin der Barockmusik – interpretierte beim Eröffnungskonzert Werke von Schütz und seinen Zeitgenossen. © Annelies Van der Vegt
Das von dem Leiter der lautten compagney Berlin, Wolfgang Katschner, kreierte Programm spiegelt das ambivalente Gefühl zwischen Lebenslust und Seelenschmerz in Zeiten des Krieges wider. ©Markus Lieberenz
Noch bis zum 14. Oktober erwartet die Besucher ein vielseitiges Programm.

In Ihrer Begrüßungsrede betonte Dr. Christina Siegfried, Intendantin des HEINRICH SCHÜTZ MUSIKFESTs, die Aktualität des lutherischen Ausrufes „Verley uns frieden“ als Festivalthema: "In dieser unserer unruhigen, unfriedlichen Zeit braucht es einen unbeugsamen Willen zum Frieden. Und die Geschichte hat uns gelehrt, es braucht ihn von jedem einzelnen auf jeder Ebene. Der Idealist und Friedenskämpfer Pablo Casals soll einmal gesagt haben, dass ‚alle gute Musik Frieden stiftet‘. Nun schafft Musik per se keinen Frieden, aber sie kann eine gewaltige Verbündete dabei sein.“ In diesem Sinne wolle das HEINRICH SCHÜTZ MUSIKFEST in diesem so erinnerungsbeschwerten Jahr 2018 berühren, befeuern, bestärken, auf dass sich ein jeder um den Frieden in unserem Leben, unserem Land, auf unserer Welt einsetze. „Denn, um mit Luther/Schütz zu sprechen: ‚Es ist doch ja kein ander nicht!‘"

Das Musikfest feiert in diesem Jahr sein zwanzigjähriges Bestehen. Es ist das einzige überregionale Festival, das Heinrich Schütz, dem ersten international bedeutenden deutschen Komponisten, gewidmet ist, und beleuchtet die europäische Musikgeschichte seines Jahrhunderts an den originalen Schütz-Stätten Mitteldeutschlands Bad Köstritz, Dresden und Weißenfels und bezieht 2018 weitere authentische Spielorte in Gera, Zeitz und Lützen ein.

Stellvertretend für die zahlreichen Förderer und Unterstützer des HEINRICH SCHÜTZ MUSIKFESTs betonte Patricia Werner von der Geschäftsführung der Ostdeutschen Sparkassenstiftung in ihrem Grußwort: "Mit seinen vielseitigen Veranstaltungen an authentischen Orten, dargeboten von den besten Künstlerinnen und Künstlern ihres Fachs, begeistert das HEINRICH SCHÜTZ MUSIKFEST sein wachsendes Publikum und strahlt inzwischen weit über Mitteldeutschland hinaus. Ostdeutsche Sparkassenstiftung und Sparkasse Burgenlandkreis, Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen und Sparkasse Gera-Greiz gratulieren dem HEINRICH SCHÜTZ MUSIKFEST herzlich zum Jubiläum und wünschen viel Erfolg für die kommenden 20 Jahre!"

Mit dem Eröffnungskonzert „Wenn ick mal tot bin“ ist ein fulminanter Auftakt des Musikfests gelungen. Dorothee Mields – eine ausgewiesene Expertin der Barockmusik – interpretierte nicht nur Werke von Schütz und seinen Zeitgenossen, sondern stellte mit Liedern von Hollaender, Eisler und Weill Ihre musikalische Wandlungsfähigkeit unter Beweis. Das von dem Leiter der lautten compagney Berlin, Wolfgang Katschner, kreierte Programm spiegelt das ambivalente Gefühl zwischen Lebenslust und Seelenschmerz in Zeiten des Krieges wider, das letztlich keine zeitliche Einordnung braucht und bis ins Heute übertragbar ist. Dieses Programm wird noch einmal am 6. Oktober in der Kirche St. Leonhard in Bad Köstritz und am 7. Oktober in der Annenkirche Dresden zu erleben sein.

Noch bis zum 14. Oktober erwartet die Besucher ein vielseitiges Programm, das von Konzerten international renommierter Künstler bis hin zu Gottesdiensten, Führungen, Lesungen reicht.

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