"Verley uns frieden"

Ostdeutsche Sparkassenstiftung und Sparkasse Burgenlandkreis unterstützen das Heinrich Schütz Musikfest 2018

Weißenfels, 24.04.2018. Welche Hoffnung könnte in diesen Tagen sehnsüchtiger sein, welcher Wunsch dringender für die Menschen überall auf der Welt? Verley uns frieden – die vom lutherischen Original übernommene Schreibweise verrät es – ist kein neuer Ruf aus heutiger Zeit, es ist der uralte Menschheitstraum von einer friedlichen Welt; wie könnte er besser über den Globus verbreitet werden als in der Weltsprache der Musik? Das Heinrich Schütz Musikfest 2018 kann nicht umhin, als (100 Jahre nach dem Ende des Ersten Weltkrieges) an die Schrecken des Dreißigjährigen Krieges von 1618 bis 1648 zu gemahnen. In diesen Jahrzehnten der verworrenen religiösen und machtpolitischen Auseinandersetzungen, die große Teile Europas mit unermesslichem Leid überzogen, wirkte unser Namenspatron als Kapellmeister am Hof des sächsischen Kurfürsten – und war von den Schlachten wiederholt unmittelbar betroffen

BildWelche Hoffnung könnte in diesen Tagen sehnsüchtiger sein, welcher Wunsch dringender für die Menschen überall auf der Welt? Verley uns frieden - unter diesem Leitspruch steht das Heinrich Schütz Musikfest im Oktober 2018.

Auch in diesem Jahr engagieren sich wieder gemeinsam die Ostdeutsche Sparkassenstiftung und die Sparkasse Burgenlandkreis im länderübergreifenden Verbund mit der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen und der Sparkasse Gera-Greiz als Förderer und Partner dieses einzigartigen Festivals ist.

Der Hofkapellmeister hatte in diesen Jahren Kompositionen der Trauer und des Gedenkens verfasst, in glücklicheren Phasen durften auch Werke für Friedensfeierlichkeiten entstehen. Dass er in dieser Zeit seine zweite Reise nach Venedig unternehmen konnte, später am Hofe in Kopenhagen Zuflucht fand, erinnert nicht von ungefähr an die Migrationsströme von heute.

Neben international renommierten Spezialisten und Spezialensembles der Alten Musik wie Rachel Podger und VOCES8, Bob van Asperen, der Lautten Compagney Berlin und dem Dresdner Kammerchor werden daher der Liedermacher Hans-Eckardt Wenzel sowie Folkmusiker von Die Grenzgänger oder The Playfords in einer Brauhaussession zu erleben sein. Im Kontrapunkt MODERN soll dem Klang von Krieg und Frieden bis in unser Heute nachgespürt werden, namhafte Klangkörper wie AuditivVokal Dresden und das Ensemble L’Art d’Echo gehen hierfür reizvolle künstlerische Verbindungen ein. Mit ganz besonderer Freude darf die Barockspezialistin Dorothee Mields als artist in residence erwartet werden. Die Sängerin hat sich insbesondere durch ihre regelmäßige Zusammenarbeit mit dem Collegium Vocale Gent, dem L’Orfeo Barockorchester sowie dem Bach Collegium Japan und nicht zuletzt durch ihre erfolgreiche Lehrtätigkeit einen Namen gemacht.

1998 gegründet, besteht das Musikfest nunmehr 20 Jahre und findet 2018 bereits zum 21. Mal statt. Es ist das einzige überregionale Festival, das Heinrich Schütz, dem ersten international renommierten deutschen Komponisten der Musikgeschichte, gewidmet ist. Er gilt als „Vater der deutschen Musik“ und hat seine Zeit und die Generationen nach ihm in einzigartiger Weise geprägt. Heinrich Schütz ist mit seinem Schaffen und Wirken Ausgangspunkt, von dem aus das Fest die europäische Musikgeschichte seines Jahrhunderts an den originalen Schütz-Stätten Mitteldeutschlands beleuchtet. Es ist außergewöhnlich in seiner Struktur als ein die drei mitteldeutschen Länder Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen überspannendes Festival. So verschieden die Hauptveranstaltungsorte – Bad Köstritz, Dresden und Weißenfels – sind, so verbindend sind diese Lebens- und Wirkungsstätten von Schütz: Hier ein ganz besonderes Musikfest zu gestalten, das sowohl die einzelnen Orte und deren Region stärkt als auch die Biografie und die Zeit des Komponisten stärker ins heutige Bewusstsein rückt, ist einzigartig. Die Einbeziehung weiterer authentischer Schütz-Stätten in Gera, Torgau, Halle sowie Zeitz ergänzt das lokale wie konzeptionelle Spektrum in idealer Weise.

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