Bald schlägst wieder 13... Uhrschlaggeläut wird wiederhergestellt

Ostdeutsche Sparkassenstiftung und Sparkasse Oder-Spree fördern erneut die St.-Marien-Kirche Frankfurt (Oder)

Frankfurt (Oder), 06.11.2018. Die Freude beim Vorstand des Fördervereins St. Marienkirche Frankfurt (Oder) e. V. war groß, als die schriftliche Förderzusage der Ostdeutschen Sparkassenstiftung und der Sparkasse Oder-Spree zur Wiederherstellung des Uhrschlaggeläuts übergeben wurde. Veit Kalinke, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Oder-Spree, übergab die Zusage im Beisein von René Wilke, Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt (Oder), an Dr. Reinhard Richter, Vorsitzender des Fördervereins St. Marienkirche Frankfurt (Oder) e. V., und Gabriele Neumann, Geschäftsführende Pfarrerin der Evangelischen Kirchengemeinde Frankfurt (Oder)-Lebus.

Große Freude bei (v.l.n.r.) Ulrich-Christian Dinse, Dr. Reinhard Richter, Bäckermeisterin Diana Baumgärtel, Oberbürgermeister René Wilke und Veit Kalinke, Fotograf: Wilfried Mausolf
Stiftung und Sparkasse hatten die Restaurierung der historischen Bleiglasfenster, die Wiederherstellung des großen Geläuts und ihrer Glockenstühle und die Restaurierung einer Vielzahl von Epitaphien in Vorbereitung des Luther-Jahres 2017. Fotograf: Wilfried Mausolf

Dr. Richter bedankt sich bei den Förderern für diese neuerliche Förderung. „Jetzt setzen wir unserem städtischen Wahrzeichen die Krone auf“, verkündet er erfreut im Rahmen des Pressetermins. Er ergänzt, dass mit Hilfe der Ostdeutschen Sparkassenstiftung gemeinsam mit der Sparkasse Oder-Spree in den zurückliegenden über 15 Jahren zahlreiche für die Stadt und ihre St.-Marien-Kirche wertvolle Projekte realisiert werden konnten. Dazu gehören die Restaurierung der historischen Bleiglasfenster, die Wiederherstellung des großen Geläuts und ihrer Glockenstühle und die Restaurierung einer Vielzahl von Epitaphien in Vorbereitung des Luther-Jahres 2017.

Oberbürgermeister René Wilke zeigt sich ebenfalls sehr erfreut und stellt fest, dass auf Grundlage dieser Förderung es möglich wird, die noch fehlenden zwei Glocken, genannt das Uhrschlaggeläut, neu zu gießen. Gleichzeitig bedankt er sich bei Diana Baumgärtel, Inhaberin der "Bäckerei - Konditorei - Baumgärtel & Café Diana" für die erneute Unterstützung der heutigen Veranstaltung und die Bereitstellung von Lebkuchen-Glocken. "Hierin drückt sich bürgerschaftliches Engagement aus", so OB Wilke.

Auch Ulrich-Christian Dinse, Leiter der Unteren Denkmalschutzbehörde von Frankfurt (Oder) und zugleich Vereinsvorstan, war glücklich. Er hat sich in den zurückliegenden Jahren in seiner ehrenamtlichen Funktion im Förderverein überdurchschnittlich und vor allem konzeptionell sowohl für die Wiederherstellung des großen historischen Glockengeläuts als auch für das nunmehr vor seiner Wiederherstellung stehende Uhrschlaggeläut eingesetzt. „Wir sind überaus glücklich, Partner wie die Ostdeutsche Sparkassenstiftung als auch die Sparkasse Oder-Spree an unserer Seite zu wissen, ohne die letztere Projekte wohl kaum hätten realisiert werden können“, so Dinse.

Die St.-Marien-Kirche in Frankfurt an der Oder ist die ehemalige Hauptpfarrkirche der Stadt. Sie wurde in über 250 Jahren mittelalterlicher Bautätigkeit errichtet. Mit der Stadtgründung 1253 entstand der Ursprungsbau. Der Hallenumgangschor, um 1367, gilt als einer der Ersten dieses neuen Bautyps in Deutschland. Das Kirchengebäude  gilt als die größte Hallenkirche der norddeutschen Backsteingotik auf deutschem Boden. Es ist 82,5 m lang und 48 m breit. Im Jahr 1506 war sie der Ort der Errichtung der ersten Brandenburgischen Landesuniversität. Die Kirche wurde zum Ende des II. Weltkriegs schwer beschädigt, konnte aber ab 1980 in ihren Grundzügen saniert werden. Heute ist die St.-Marien-Kirche als Bürgerkirche ein Wahrzeichen Stadt Frankfurt (Oder).

Ostdeutsche Sparkassenstiftung
„Bewahren, Stärken, Begeistern.“ Die Ostdeutsche Sparkassenstiftung fördert in diesem Sinne seit 1996 Kunst, Kultur und Denkmalpflege. Die Stiftung ist ein Gemeinschaftswerk aller Mitgliedssparkassen des Ostdeutschen Sparkassenverbandes (OSV) in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Sachsen-Anhalt.
Über 2.060 Projekte wurden zusammen mit den heute 45 OSV-Sparkassen gefördert, begleitet und selbst realisiert. Dafür standen rund 87 Millionen Euro aus den Vermögenserträgen, dem überörtlichen Zweckertrag des PS-Lotterie-Sparens sowie den projektbezogenen Zusatzspenden der Sparkassen und ihrer Verbundunternehmen zur Verfügung.
Davon wurde allein im Land Brandenburg für 521 Projekte eine Gesamtsumme von mehr als 19 Millionen Euro bereitgestellt.
Die Sparkassenorganisation ist der größte nicht-staatliche Kulturförderer in Deutschland.