Mitternacht im Schloss

Stiftung und Mittelbrandenburgische Sparkasse unterstützen neues interaktives Angebot im Schloss Oranienburg

Oranienburg, 29.03.2017. Um „Mitternacht im Schloss“ wird’s spannend, denn dann erzählen König Friedrich I. und die kesse Kastellanstochter Luise Marie Rese kleine und große Geschichte(n) im Schein einer Taschenlampe. Es geht um eine Königskrönung, die nicht ganz preiswert war, um die kostbarste Porzellansammlung der Welt oder um das beste Bonbonversteck in der Silberkammer des Schlosses Oranienburg. Nicht mit nächtlichem Spuk, sondern mit einem weiteren interaktiven Angebot lässt die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG) preußische Geschichte im Schlossmuseum Oranienburg lebendig werden. An dem interaktiven Tisch können alle neugierigen Besucher zwischen 8 und 88 Jahren Wissenswertes zur Schlossgeschichte erfahren und dabei ihr Wissen testen.

Gemeinsam stellten Kerstin Schilling, Direktorin der Abteilung Schlossmanagement bei der SPSG, Friedrich-Wilhelm von Rauch, Geschäftsführer der Ostdeutschen Sparkassenstiftung, Olaf Neupert, Marktdirektor der Mittelbrandenburgischen Sparkasse, und Berit Gloede, Schlossbereichsleiterin Schlossmuseum Oranienburg, im Kreise von Schülerinnen und Schülern der Comenius Grundschule Oranienburg den entstandenen interaktiven Tisch der Öffentlcihkeit vor.

„Die Porzellankammer in Oranienburg gehört zu den geschichtsträchtigsten Räumen in Brandenburg. Sie ist ein eindrucksvolles Zeugnis von Weltoffenheit: sie dokumentiert die Verbindung mit den Niederlanden als Handelsmacht. Es freut die Ostdeutsche Sparkassenstiftung gemeinsam mit der Mittelbrandenburgische Sparkasse Kinder und Jugendliche auf ein so spannendes Kapitel ihrer Heimatgeschichte nunmehr mit den Möglichkeiten der interaktiven Technik anzusprechen.“ so Friedrich-Wilhelm von Rauch, Geschäftsführer der Ostdeutschen Sparkassenstiftung.

Schloss Oranienburg, einer der bedeutendsten Barockbauten der Mark Brandenburg, symbolisiert den Weg des Kurfürstentums Brandenburg zur Königswürde. König Friedrich I. (1657–1713) ließ das Schloss im Andenken an seine Mutter Louise Henriette zum Ende des 17. Jahrhunderts erweitern und prachtvoll ausstatten. Um 1700 galt das Schloss als das schönste unter den preußischen Residenzen. Nach einer sehr wechselvollen und folgenreichen Nutzungsgeschichte beherbergt das Schloss heute u.a. das Schlossmuseum mit einer Sammlung einzigartiger Kunstwerke aus der Zeit des großen Kurfürsten und des ersten preußischen Königs.

„Bewahren, Stärken, Begeistern.“ So könnte der Auftrag gelautet haben, mit dem die Ostdeutsche Sparkassenstiftung 1996 die kulturelle Bühne betrat: als Kulturstiftung und Gemeinschaftswerk aller Mitgliedssparkassen des Ostdeutschen Sparkassenverbandes (OSV) in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Sachsen-Anhalt.

Allein oder gemeinsam mit öffentlichen, vor allem ehrenamtlichen Kulturinitiativen setzt sie sich dafür ein, Maßstäbliches und Meisterhaftes in Stadt und Region, in Ost- und Mitteldeutschland sichtbar zu machen. Von Kunst und Musik über Literatur und Theater bis hin zur Kulturgeschichte und Denkmalpflege reicht dabei ihr Spektrum - Talenteförderung und kulturelle Bildung eingeschlossen.

Über 1.900 Projekte wurden zusammen mit den heute 45 OSV-Sparkassen gefördert, begleitet und selbst realisiert. Dafür standen rund 80 Millionen Euro aus den Vermögenserträgen, dem überörtlichen Zweckertrag des PS-Lotterie-Sparens sowie den projektbezogenen Zusatzspenden der Sparkassen und ihrer Verbundunternehmen zur Verfügung. Davon wurde allein im Land Brandenburg für 488 Projekte eine Gesamtsumme von mehr als 17 Millionen Euro bereitgestellt.

Die Sparkassenorganisation unterstreicht damit ihre Rolle als größter nicht-staatlicher Kulturförderer in Deutschland.

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