Ausstellung im Schloss Paretz ab 31.7.2010

Luise - Die Kleider der Königin. Mode, Schmuck und Accessoires am preußischen Hof um 1800

Paretz, 29. 7. 2010. Vorgestellt wird die Garderobe der modebewussten Königin Luise (1776 - 1810), der Gemahlin des preußischen Königs Friedrich Wilhelm III. Angefangen mit prachtvollen Tages- und Abendkleidern über sportive Reitkostüme, seidene Hüte und bunte Kaschmirschals wird bis zur geheimnisvollen Kinnbinde und kostbaren Schmuckstücken aus dem Besitz der Königin ein Modepanorama der Zeit entworfen.

BildAusstellung im Schloss Paretz

Die Ausstellung wurde ermöglicht durch die Ostdeutsche Sparkassenstiftung und die Mittelbrandenburgische Sparkasse in Potsdam. Friedrich-Wilhelm von Rauch, Geschäftsführer der Ostdeutschen Sparkassenstiftung, sagte: „Die Stiftung hat eine Herzkammer für den ländlichen Raum. Gemeinsam mit der Mittelbrandenburgischen Sparkasse in Potsdam haben wir uns gerne und aus voller Überzeugung dafür stark gemacht, dass in Paretz anlässlich der Luisenausstellung Zeugnisse von außergewöhnlichem Rang zu sehen sind, die die Attraktivität des so besuchenswerten Havellandes noch einmal erhöhen.“

Ernst Dienst, Vorstandsmitglied der Mittelbrandenburgischen Sparkasse in Potsdam, ergänzte: „Die Mittelbrandenburgische Sparkasse in Potsdam engagiert sich in ihrem Geschäftsgebiet, das reich ist an Geschichte und Geschichten – insbesondere der preußischen –, natürlich immer dort speziell und besonders gern, wenn diese kulturelle und regionale Vielfalt den Bewohnern und Gästen des Landes Brandenburg erlebbar näher gebracht werden kann. Die Ausstellung 'Luise. Die Kleider der Königin.' in der ehemaligen Sommerresidenz Friedrich Wilhelms III. und seiner noch heute populären Gemahlin Luise wird die Besucher begeistern. Mode, Schmuck und Accessoires am preußischen Hof um 1800, ein im Sinne des Wortes brillanter Bestandteil der Geschichte und ein Thema, das an Aktualität keineswegs verloren hat.“

Erstmals ausgewertete Quellen, darunter das Mitgift- und das Nachlassinventar Luises, legen Zeugnis ihrer großen Leidenschaft für die Mode ab. Sei es über Vermittler in Paris oder dank der Lektüre internationaler Modejournale, - die preußische Herrscherin war bestens über die aktuellen Modetrends informiert und hatte eine beachtliche, reich gefüllte Schatulle zur Verfügung, aus der Lieferanten und Schneider, Hut-, Schuh- und Handschuhmacher, Seiden- und Fächerfabrikanten, kurzum - der Kleiderluxus auf hohem Niveau - finanziert wurde. Mit Kleiderschenkungen von ungeheurem Wert, seien es Zobelpelze des russischen Zaren oder ein pompös in Stahl gesticktes Ballkleid als Geschenk Napoleons, wurde darüber hinaus Diplomatie betrieben und Politik gemacht.

Der Ausstellungskatalog widmet sich der Mode als einem flüchtigen Phänomen, das gerade dadurch einen hervorragenden historischen Zeitmesser darstellt. An der Mode lässt sich der Wandel des Geschmacks ablesen und über diesen der Geist einer Epoche bestimmen. Entfaltet wird ein glanzvolles Mode-Spektrum des Zeitalters, in dem sich Klassizismus und Empire ein Stelldichein geben. Die Ausstellung findet am Originalschauplatz in den königlichen Wohnräumen in Schloss Paretz statt und macht die Faszination der Königin Luises erlebbar.

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