Petrikapelle in der Stadt Brandenburg - Bedeutendes Zeugnis gotischer Baukunst wieder hergestellt

Ostdeutsche Sparkassenstiftung und Mittelbrandenburgische Sparkasse in Potsdam ermöglichten Restaurierung der Petrikapelle in Brandenburg

Brandenburg an der Havel, 28. 5. 2010. Über ein Jahr hatten die Restaurierungsarbeiten in Anspruch genommen. Besonderes Augenmerk galt dabei dem sehenswerten Zellengewölbe, einer kunsthistorischen Besonderheit in Brandenburg. Zu diesem auch für die Ostdeutsche Sparkassenstiftung bedeutenden Projekt sagte Claus Friedrich Holtmann, Vorsitzender des Vorstands der Ostdeutschen Sparkassenstiftung: "Wir sind der Meinung, dass eine der ältesten fortbestehenden Institutionen des Landes mit seiner seit dem Mittelalter ohne Unterbrechung geführten Bildungseinrichtung außerordentlicher Förderung bedarf. Das Ergebnis übertrifft unsere Erwartungen."

BildPetrikapelle in der Stadt Brandenburg

Im Zuge der Bauarbeiten kamen Fundamentreste zutage, die einen schon immer vermuteten Vorgängerbau belegen. Der Ansatz eines Apsisbogens stammt von einer Saalkirche mit eingezogener Apsis. Weitere Baubefunde wie Wandvorlagen gehören zu einem späteren, fast quadratischen und eingewölbten Bau.

Die Restaurierung der St. Petrikapelle, des zweiten bedeutenden Sakralbaus auf der Dominsel, steht im Zusammenhang des großen Baugeschehens am Domstift. Die Kapelle, die ursprünglich den ehemaligen Machtbereich des Markgrafen markiert, ging bereits 1320 in den Besitz des Domkapitels über. Seither wird sie als Pfarrkirche der Domgemeinde genutzt. Herausragendes und für die Region sehr ungewöhnliches Kennzeichen der Kapelle ist das aus dem 16. Jahrhundert stammende Zellengewölbe. Es geht auf böhmische Einflüsse zurück und dokumentiert die ehemals intensiven Beziehungen in den böhmischen Kulturraum. Mit der Neuverlegung historischer Bodenfliesen und Öffnung der im 19. Jahrhundert zugemauerten Fenster erhielt der Raum sein ursprüngliches Aussehen zurück und steht nun wieder als Gottesdienst- und Andachtsraum für die Domgemeinde und die evangelische Grundschule, aber auch für kulturelle Veranstaltungen zur Verfügung.

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