Herzogsgruft in der Kirche St. Petri zu Wolgast

Europäischer Denkmalschutzpreis für die Restaurierung der Herzogsgruft in der Kirche St. Petri zu Wolgast, die mit Hilfe der Ostdeutschen Sparkassenstiftung und der Sparkasse Vorpommern restauriert werden konnte

Wolgast, 9. 9. 2010. Heute wurde der Denkmalschutzpreis „Europa Nostra 2010“ für das Restaurierungsprojekt Gruft der Herzöge von Pommern-Wolgast durch den Vertreter der Europa Nostra Kommission, Klaus von Heimendahl, an die Gemeinde übergeben. 

BildHerzogsgruft in der Kirche St. Petri zu Wolgast

Im Anschluss an einen feierlichen Gottesdienst und in Anwesenheit von Vertretern des Landes und der Ostdeutschen Sparkassenstiftung, die gemeinsam mit der Stiftung der Sparkasse Vorpommern durch ihre Förderung das Projekt in diesem Umfang erst möglich gemacht hatten, wurde vor der Gruft eine Bronzeplakette enthüllt, die dauerhaft an den Preis erinnern soll. „Wir freuen uns, dass auch die Jury der Europa Nostra Kommission unserer Einschätzung folgt, wenn sie die öffentliche Präsentation der Fürstengruft als signifikanten Beitrag zur Schärfung der regionalen Identität und Wiederentdeckung langer Zeit verschütteter Geschichte betrachtet“, sagte Friedrich-Wilhelm von Rauch, Geschäftsführer der Ostdeutschen Sparkassenstiftung, in seinem Grußwort.

In der Wolgaster Fürstengruft sind die drei letzten regierenden Herzöge und deren Ehefrauen bzw. Schwestern zwischen 1560 und 1631 beigesetzt. In den folgenden Jahrhunderten sind Särge und Bestattungen durch Vandalismus und Verfall des Materials nahezu zerstört worden. Die Arbeiten (Schadensaufnahme, Dokumentation und Bergung der Sarginhalte, Restaurierung der Särge, Untersuchung, Rekonstruktion und Wiederbestattung der Sarginhalte) wurden mit Mitteln der Ostdeutschen Sparkassenstiftung gemeinsam mit der Sparkasse Vorpommern, des Landesamtes für Kultur und Denkmalpflege und weiteren Spenden ermöglicht. Sie dauerten von 1995 bis 2007.

Europa Nostra unterstützt den Schutz und den Erhalt von Kulturdenkmälern im europäischen Raum. Gemeinsam mit der Europäischen Kommission wählte die international besetzte Expertenjury aus fast 140 Bewerbern insgesamt 29 Preisträger aus. Wegen der „unübertrefflichen Arbeit, der hohen Qualität der Konservierung mit modernster Technik unter besonderer Berücksichtung aller historischen Aspekte“, wurde dem Restaurierungsprojekt in Wolgast diese Auszeichnung zuerkannt.

Weitere Preisträger waren. u. a. das Neue Museum in Berlin und die Kirche St. Martin-in-the-Fields in London.

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