Startschuss für die Restaurierung der Wandmalereien in der Dorfkirche Vipperow

 Vipperow, 8. Februar 2012. Die Ostdeutsche Sparkassenstiftung und die Müritz-Sparkasse stellen die fehlenden finanziellen Mittel für die Freilegung und Restaurierung historischer Wandmalereien in der Dorfkirche Vipperow zur Verfügung. Der gemeinsame Zuwendungsbescheid wurde im Beisein des Landrates, Heiko Kärger, und des Bürgermeisters der Gemeinde Vipperow, Olaf Schröder, an den Förderkreis Vipperow „Kirche im Dorf e.V.“ übergeben.   

BildDorfkirche Vipperow

Die denkmalgeschützte Kirche in Vipperow wurde um 1300 errichtet und gilt als der älteste Kirchenbau in der Müritzregion. In seinem Innenraum finden sich Wandmalereien aus mehreren Jahrhunderten, die zurück bis in das Mittelalter reichen.   

 Allerdings sind derzeit nur wenige der früheren Werke sichtbar, da es durch Übermalungen und Renovierungen in den nachfolgenden Jahrhunderten zu Substanzschäden und Fehlstellen kam. Die in ihrer denkmalpflegerischen Bewertung und Vielzahl einzigartigen und wertvollen Malereibefunde sind für eine Dorfkirche außergewöhnlich und zeugen von der Bedeutung, die der Ort im Mittelalter inne hatte. Bereits vor einigen Jahrzehnten wurde ein Teil der Wandmalerei entdeckt und freigelegt. Durch die Unterstützung der Ostdeutschen Sparkassenstiftung gemeinsam mit der Müritz-Sparkasse wird die weitere Freilegung und Restaurierung der Wandmalereien jetzt ermöglicht.    

Claus Friedrich Holtmann, Vorstandsvorsitzender der Ostdeutschen Sparkassenstiftung, sagte anlässlich der Übergabe des Förderbescheides: „Die Herzensverbundenheit und das hohe bürgerschaftliche Engagement des Förderkreises Vipperow verdienen es, unterstützt zu werden. Wir möchten mit unserer Förderung zugleich ein Zeichen setzen und die hohe Wertigkeit der historischen Malereien ins Bewusstsein der Müritzregion und ihrer Gäste rücken."   

Gisela Richter, Vorstandsvorsitzende der Müritz-Sparkasse, ergänzte: „Die Wandmalereien dieser Kirche gehören zu den ältesten in der Region. Ich freue mich daher besonders, dass wir dazu beitragen, diese für künftige Generationen zu erhalten. Die Restaurierung kann aber auch ein Anlass für alle Bürger sein, sich auf die Geschichte der Region und somit auf die eigenen Wurzeln zurück zu besinnen."    

„Für uns ist heute ein wichtiger Tag“, sagte Pastor Armin Schmersow, der zugleich Vorsitzender des Förderkreises ist, in seinen Begrüßungsworten. „Nun können wir den langersehnten Startschuss für die weitere Freilegung und für die Restaurierung der Wandmalereien geben. Angesichts des hohen Restaurierungsbedarfs wäre der Förderkreis allein nicht in der Lage, eine solche Aufgabe zu stemmen." 

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