Sachsen

Revolution im Sozialwesen: Luthers Leisniger Kastenordnung

Wer wusste denn noch etwas von der Leisniger Kastenordnung, die Martin Luther schon 1523 als Schlichter im heftigen Streit zwischen der Stadt und dem benachbarten Kloster Buch formuliert hatte? An diese erste Kirchenordnung, die das Sozialwesen und seine Finanzierung neu regelt, erinnert seit 2013 eine neue Dauerausstellung. Luther war hier 1522/1523 zu Besuch und logierte im Stadtgut. Dabei entstand die „Leisniger Kastenordnung“ als ein weltweit wichtiges reformationsgeschichtliches Dokument. Sie war wichtige Bedingung für die Entstehung evangelischer Kirchgemeinden.

Das Wirken Luthers und sein Aufenthalt in Leisnig werden mit der neuen Dauerausstellung „Luther und die Leisniger Kastenordnung“ im Stadtgut näher und zeitgemäß beleuchtet. Stiftung und Sparkasse haben sich hierfür wie für die Restaurierung wertvoller, farbig gefasster Renaissancedecken sehr engagiert.

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