Große Pläne! - Moderne Typen, Fantasten und Erfinder.

Ostdeutsche Sparkassenstiftung und Sparkasse Dessau unterstützen Experimentierfreude und Weitsicht

Dessau, 03.05.2016. Protagonisten der Moderne in Sachsen-Anhalt sind jetzt in der Stiftung Bauhaus Dessau in einer einzigartigen Ausstellung zu sehen. Das Ausstellungsprojekt „Große Pläne! Moderne Typen, Fantasten und Erfinder“ zeigt, dass das Bauhaus in Dessau im Verbund mit vielen weiteren Utopien, Orten, Institutionen und Menschen in Sachsen-Anhalt stand. Das landesweite Projekt wird gefördert vom Land Sachsen-Anhalt, der Ostdeutschen Sparkassenstiftung gemeinsam mit der Sparkasse Dessau und Lotto Sachsen-Anhalt.

Viele Künstler, Architekten, Techniker, Unternehmer und auch Politiker entwickelten Visionen und Projekte: ''Große Pläne!'', Foto: Roman Häbler, © Stiftung Bauhaus Dessau
In den Jahren der Weimarer Republik entstanden, faszinieren die Ideen bis heute. Hier ein Bild aus dem Kapitel ''Systematisch Siedeln'', Foto: Alexander Meyer, © Stiftung Bauhaus Dessau
Mit dieser umfangreichen Ausstellung bereitet sich das Bauhaus Dessau auf sein Jubiläum in 2019 vor, Foto: Alexander Meyer, © Stiftung Bauhaus Dessau
Gezeigt werden vor allem Dokumente, Bilder und Modelle: Kapitel ''Reklame Mechane'', Foto: Alexander Meyer, © Stiftung Bauhaus Dessau
Die vielfältigen Aufbrüche in die neue Zeit werden exemplarisch und anschaulich vermittelt. (Porträt Roswitha Hoppe von Willi Eidenbenz), Foto: Roman Häbler, © Stiftung Bauhaus Dessau

Gerade wegen dieser übergreifenden Bedeutung hat die Ostdeutsche Sparkassenstiftung das Projekt gemeinsam mit der Sparkasse Dessau unterstützt. Patricia Werner, von der Geschäftsführung der Stiftung dazu: „Zwischen Altmark und Burgenlandkreis wurden nach dem 1. Weltkrieg aus Experimentierfreude und Weitsicht neue Visionen entwickelt und große Pläne geschmiedet. Entscheidend dafür waren Mut und geistige Offenheit. Angeregt von diesem Blick in den Rückspiegel, gelingt es uns vielleicht besser, gemeinsam Zukunft zu gestalten.“

Es war eine Aufbruchsstimmung, in jenen Jahren von 1919 bis 1933, nach der Katastrophe des Ersten Weltkrieges und der Novemberrevolution, trotz politischer Unruhe und wirtschaftlicher Instabilität. In Mitteldeutschland war es die Zeit der modernen Typen: Künstler und Architekten, Techniker, Unternehmer und Politiker entwarfen als Fantasten und Erfinder neue Welten, die mehr verhießen als nur die bestmögliche großindustrielle Verwirtschaftlichung des Landes.

Ob in Dessau, Magdeburg, Halle, Merseburg, Leuna, Elbingerode oder Quedlinburg - überall entstanden kleinere und größere Projekte mit ideellen Plänen, dem die Technik neue Freiheiten bringt, der modern wohnt und der lernt, dass das Leben vielmehr aus Konstruktionen und weniger aus Traditionen gebildet wird. Verbundausstellungen in ganz Sachsen-Anhalt vertiefen und erweitern die in Dessau aufgezeigten Perspektiven jeweils.

Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff, der die Ausstellung am 3. Mai im Bauhaus in Dessau eröffnete, begrüßte die landesweite Ausrichtung des Projekts: „Um die Aufbruchsstimmung der zwanziger Jahre in unserer Region zu zeigen, ist es schlüssig, mehrere Ausstellungsorte im Land einzubinden. Gleichzeitig ist das Projekt Große Pläne eine willkommene Gelegenheit, die heimische Bevölkerung und ein überregionales Publikum auf das 100-jährige Jubiläum des Bauhauses im Jahr 2019 einzustimmen.“

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