Historischer Gasthof "Zum Eichenkranz" gewinnt weiter Gestalt

Restaurierung der Leinwandtapeten gesichert

Wörlitz, 4. 6. 2010. Anlässlich ihres Besuches am 4. 6. 2010 in Wörlitz informierten Claus Friedrich Holtmann, Vorsitzender des Vorstands der Ostdeutschen Sparkassenstiftung, und Thomas Arndt sowie Ralf Fincke, beide Mitglieder des Vorstands der Sparkasse Wittenberg, Prof. Dr. Rolf Budde, Vorsitzender des Vorstands der Gesellschaft der Freunde des Dessau-Wörlitzer Gartenreiches e. V., über die Entscheidung der Ostdeutschen Sparkassenstiftung, gemeinsam mit der Sparkasse Wittenberg die vollständige Restaurierung der wertvollen Leinwandtapeten des historischen Gasthofes „Zum Eichenkranz“ in Wörlitz zu ermöglichen.

BildHistorischer Gasthof "Zum Eichenkranz"

„Ohne das engagierte Handeln Vieler wäre das Bauwerk weiter verfallen“, würdigt Claus Friedrich Holtmann die Initiative der Freunde des Dessau-Wörlitzer Gartenreiches, die mit unterschiedlichsten Aktionen auf den Zustand des Bauwerkes aufmerksam gemacht und erfolgreich um Unterstützung und Fördermittel geworben hatten. „Mit der Restaurierung der Leinwandtapeten wollen Stiftung und Sparkasse mit dazu beitragen, dass das Eintrittstor zum Gartenreich wieder eine ansehnliche Visitenkarte für das Weltkulturerbe sein wird.“

Für die Sparkasse Wittenberg, zu deren Geschäftsgebiet die Stadt Wörlitz und somit auch die örtliche Sparkassenfiliale auf Grund der kommunalen Neugliederung erst seit einem Jahr gehört, ist die Begleitung dieses Vorhabens auch ein Signal für eine erfolgreiche Integration. „Sparkasse und Gesellschaft haben ein Interesse, über solche Vorhaben unsere Region attraktiver mit zu gestalten und verstärkt regionale Unternehmen in die Realisierung des Gesamtprojektes mit zu integrieren.“ ergänzt Thomas Arndt.

Leopold III. Friedrich Franz von Anhalt-Dessau ließ den Gasthof als fürstliches Gästehaus in den Jahren 1785-87 nach Plänen von Friedrich Wilhelm von Erdmannsdorf errichten. In den von ihm z. B. nach Amsterdam, London, Paris oder Zürich benannten Suiten logierten beispielsweise Novalis, Schinkel oder Hölderlin. Auch Goethe kam mehrmals. Ursprünglich waren alle Räume im Gebäude mit bemalten Wandbespannungen, von denen noch 225 m² erhalten sind, ausgestattet.

Die mit bis zu sieben Lagen Papiertapeten überklebten Originale wurden sachgerecht geborgen und nach einer Zwischenlagerung im Mai dieses Jahres in die Forsthalle am Bahnhof in Wörlitz überführt. Für die Restaurierung konnten Antje Hake und Jürgen Hampp, gewonnen werden, die bereits über umfangreiche Erfahrungen aus der Restaurierung zeitgleicher Tapeten, z. B. für den „Römischen Saal“ im Leipziger Grassi-Museum, verfügen. Die Arbeiten werden von einem Fachbeirat begleitet.

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