Nikolaikirche Leipzig – Ort der Friedensgebete und Denkmal der Friedlichen Revolution von 1989 ruft um Hilfe

Gemeinsame Spendenaktion von Kirchgemeinde, Ostdeutscher Sparkassenstiftung und Sparkasse Leipzig für das Geläut der Nikolaikirche gestartet

Leipzig, 28.11.2017. Seit 100 Jahren fehlt im Südturm der Leipziger Nikolaikirche die große Glocke „Osanna“. Nun soll eine neue Osanna gegossen und das Geläut insgesamt wiederhergestellt werden. Damit dieses große Vorhaben gelingt, starteten Bernhard Stief, Pfarrer der Kirchgemeinde St. Nikolai, und Dr. Harald Langenfeld, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Leipzig und Stellvertretender Vorsitzender des Vorstandes der Ostdeutschen Sparkassenstiftung, eine gemeinsame Spendenaktion.

Werben gemeinsam um Spenden für das Geläut der Nikolaikirche (v.l.n.r.): Prof. Olaf Kempe, Baukonstrukteur und Tragwerksplaner v. d. Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden, Pfarrer Bernhard Stief, Dr. Harald Langenfeld, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Leipzig und Stellvertretender Vorsitzender des Vorstandes der Ostdeutschen Sparkassenstiftung, und Roy Kress, Glockensachverständiger der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens. Fotograf: Christian Modla
Die Leipziger Nikolaikirche steht für die Friedliche Revolution von 1989. Das Geläut dieses historischen Ortes ruft um Hilfe. Daher starteten Kirchgemeinde, Ostdeutsche Sparkassenstiftung und Sparkasse Leipzig eine gemeinsame Spendenaktion.
Die Aufnahme zeigt die große Glocke ''Osanna'', die 1869 von Gustav Adolf Jauck gegossen wurde, bei der kriegsbedingten Abnahme 1917.

„Kirchenglocken gehören zum Sound einer Stadt. Sie wollen einladen, aufmerksam machen und den Alltag unterbrechen. Auch mit mehr als 850 Jahren wollen wir hörbar bleiben und starten deshalb dieses gemeinsame Glockenprojekt. Jede Spende ist uns willkommen“, sagte Pfarrer Bernhard Stief. 

„Es ist ein gutes Signal, dass sich eine bürgerschaftliche Initiative für die Wiederherstellung des großen Geläuts dieser für uns Deutsche einzigartigen Kirche engagiert. Die Leipziger Nikolaikirche steht für die Friedliche Revolution von 1989. Daher startet die Ostdeutsche Sparkassenstiftung gemeinsam mit der Sparkasse Leipzig gern die Spendenaktion Aus 1 mach 3“, so Dr. Michael Ermrich, Vorstandsvorsitzender der Ostdeutschen Sparkassenstiftung und Geschäftsführender Präsident des Ostdeutschen Sparkassenverbandes.

„Die Nikolaikirche ist DAS Symbol der Friedlichen Revolution in Leipzig. Als Sparkasse vor Ort fühlen wir uns diesem bedeutenden Projekt besonders verbunden. Es liegt uns am Herzen, der Kirche zu ihrem neuen Geläut zu verhelfen, das wie kein anderes für Frieden und Freiheit steht“,  erläuterte Dr. Harald Langenfeld bei der Pressekonferenz.

Insgesamt wird das Vorhaben ungefähr 600.000 Euro kosten. Durch die Sächsische Landeskirche und die Kirchgemeinde konnten bereits 200.000 Euro aufgebracht werden. Die noch fehlenden Mittel sollen jetzt zusammenkommen. Unter dem Motto "Aus 1 mach 3" geben Ostdeutsche Sparkassenstiftung und Sparkasse Leipzig für jeden von Bürgern, Vereinen und Unternehmen gespendeten Euro zwei weitere hinzu. Das Ziel ist erreicht, wenn 136.000 Euro gespendet wurden.

Das Spendenkonto lautet:
Stadt- und Kreissparkasse Leipzig
IBAN: DE19 8605 5592 1100 2019 00
BIC: WELADE8LXXX
Verwendungszweck: Aus 1 mach 3

Damit die erforderliche Summe zusammenkommt, plant die Kirchgemeinde viele Aktionen. Am Samstag vor dem 1. Advent wird bei einem Konzert in der Nikolaikirche erstmals im Rahmen der Spendenaktion für die „Osanna“ und das Geläut gesammelt. Die Aktion läuft bis 31. August 2019 und wird durch Benefizveranstaltungen, Konzerte, und weitere Ereignisse begleitet. Das erste Mal soll das erneuerte Geläut am 9. Oktober 2019 zum 30. Jahrestag der Friedlichen Revolution von 1989 erklingen und die Botschaft des Friedens und der Freiheit hinaus in die Stadt tragen.

Die Ostdeutsche Sparkassenstiftung fördert seit 1996 Kunst, Kultur und Denkmalpflege in Sachsen, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt. Über 1.900 Projekte wurden zusammen mit den 45 OSV-Sparkassen gefördert, begleitet und selbst realisiert. Dafür standen rund 80 Millionen Euro aus den Vermögenserträgen, dem überörtlichen Zweckertrag des PS-Lotterie-Sparens sowie den projektbezogenen Zusatzspenden der Sparkassen und ihrer Verbundunternehmen zur Verfügung. Davon wurde allein im Freistaat Sachsen für 736 Projekte eine Gesamtsumme von mehr als 33 Millionen Euro bereitgestellt.

Die Sparkassenorganisation ist größter nicht-staatlicher Kulturförderer in Deutschland. 

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