Schloss Hartenfels

Restaurierung des "Schönen Erkers" erfolgreich

Transatlantische Partnerschaft der Ostdeutschen Sparkassenstiftung

Die Ostdeutsche Sparkassenstiftung ist seit 2002 fester Partner des World Monuments Fund aus New York, der inzwischen in 90 Ländern zur Erhaltung von 500 Denkmälern beigetragen hat. Zusammen ermöglichten sie Schloss Hartenfels in Torgau, eines der schönsten Renaissance-Schlösser Sachsens und kurfürstliche Residenz wie politisches Zentrum der Reformation, einen Meilenstein bei seiner Wiederherstellung.

Enthüllung der Fördertafel
Der Schöne Erker nach seiner Restaurierung
Der Schöne Erker war durch starke Verwitterungsschäden sehr bedroht
2009 wurde der Schöne Erker vollständig eingerüstet

Schloss Hartenfels in Torgau gehört zu den geschichtsträchtigsten Orten in den neuen Bundesländern mit den bedeutendsten Bildhauerleistungen der Frührenaissance. Seine Architektur war Vorbild für das Berliner Stadtschloss von 1540.
„Die Rekonstruktion des Schönen Erkers ist ein sehr bedeutender und erfolgreicher Schritt auf dem Weg zur Herstellung der einstigen Pracht der kurfürstlichen Gemächer dieses Schlosses. Ohne die maßgeblichen Unterstützer, bei denen ich mich bedanke, hätten wir dieses Projekt nicht realisieren können“, so Nordsachsens Landrat Michael Czupalla. Landrat Czupalla hatte zur feierlichen Einweihung geladen und viele, viele kamen: der Sächsische Staatsminister für Umwelt und Landwirtschaft und zugleich Vorsitzender des Initiativkreises Schloss Hartenfels e.V., Frank Kupfer, der Vorsitzende des Vorstandes der Ostdeutschen Sparkassenstiftung und Geschäftsführender Präsident des Ostdeutschen Sparkassenverbandes, Claus Friedrich Holtmann, der Vorsitzende des Vorstandes der Sparkasse Leipzig, Dr. Harald Langefeld, und aus Paris der Präsident des World Monuments Fund Europe, Bertrand du Vignaud.

„Wir sind sehr froh, dass es uns gemeinsam mit unseren internationalen Partnern gelungen ist, dieses nationale wie international bedeutsame Werk der Frührenaissance zu erhalten. Nach fast sieben Jahren können wir sehen, dass es den Experten gelungen ist, die konservatorischen Herausforderungen zu meistern. Wenn wir nun einen gemeinsamen Blick auf den restaurierten Schönen Erker werfen, können wir die Begeisterung von Kurfürst Johann Friedrich von Sachsen für dieses Meisterwerk aus Sandstein verstehen“, so Claus Friedrich Holtmann beim Festakt.

Bertrand du Vignaud, Präsident des World Monuments Fund Europe (Paris), betonte: „Schloss Hartenfels gehört zu unseren herausragenden Projekten in Deutschland und Europa. Nachdem der World Monuments Fund in den zurückliegenden Jahren einen Restaurierungs-Workshop gefördert und eine Besichtigung des Schlosses mit seinem internationalen Mitgliederkreis durchgeführt hat, sind wir als weltweit tätige Denkmalschutzorganisation von der außergewöhnlichen Qualität des ›Schönen Erkers‹ überzeugt. Schloss Hartenfels gehört zu unseren herausragenden Projekten in Deutschland und Europa, das wir gerne mit Mitteln aus unserem ›Robert W. Wilson Challenge to Conserve Our Heritage-Program‹ fördern.“

Der Restaurierung des Schönen Erkers, als eines der wichtigsten Elemente der großräumigen Schlossanlage in Torgau, haben die beiden Partner Ostdeutsche Sparkassenstiftung – gemeinsam mit der Sparkasse Leipzig – und der World Monuments Fund Europe über einen Zeitraum von neun Jahren viel Initiative und Aufmerksamkeit gewidmet. Nachdem in einem ersten Schritt das Portal zur einzigartigen Treppenanlage, dem Großen Wendelstein, und ein markanter Neptun-Brunnen gesichert werden konnten, galt es in den Folgejahren für den Schönen Erker auf Grund seiner komplizierten Schädigungen eine passgenaue, verantwortbare Restaurierungsstrategie zu entwickeln. Hierfür waren vor Ort Gespräche mit Sandstein-Experten aus aller Welt und daraus abgeleitete Gutachten erforderlich. World Monuments Fund und Ostdeutsche Sparkassenstiftung ermöglichten beides. 2008 konnte dann endlich die Restaurierung begonnen werden. Die Ostdeutsche Sparkassenstiftung und der World Monuments Fund Europe freuen sich sehr, dass mit der Wiedereinweihung des Schönen Erkers nunmehr der Kette herausragender Kooperationsprojekte eine weitere Perle hinzugefügt werden konnte.

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