Fasanenschlösschen Moritzburg

Schon Zeitgenossen nannten es das Paradies in der Nussschale. Auf nur 180 Quadratmetern Grundfläche entpuppt sich das Moritzburger Fasanenschlösschen bei Dresden als ein komplettes Abbild des höfischen 18. Jahrhunderts: voller Luxus und Exotik. Das einzige vollständig im Stil des späten Rokoko erhaltene Schloss Sachsens liegt nur wenige hundert Meter neben dem viel bekannteren Moritzburger Jagd- und Lustschloss Augusts des Starken (1670 – 1733) – und ist doch meilenweit davon entfernt.

Bild Fasanenschlösschen Moritzburg

Gemeinsam mit der Sparkasse Meißen wird seit 2010 die Wiederherstellung aller Wandbespannungen im Fasanenschlösschen gefördert.

Die Wandbespannungen des Schlösschens sind nicht aus den zeittypischen Materialien Papier, Leder oder Seidendamast, sondern aus paradiesisch feinen Stoffen gemacht: Vogelfedern, Stroh und Seidenstickerei. Im Schlafkabinett von Kurfürst Friedrich August III. von Sachsen (1750-1827) hat sich beispielsweise eine empfindliche Tapete aus einheimischen Vogelfedern erhalten. Um sie zu restaurieren und Fehlstellen zu ergänzen, werden 21 Kilo Gänse- und 18 Kilo Fasanen- und Pfauenfedern benötigt.  

Bild Strohtapete (l.), Federtapete (m.) und Seidentapete (r.) im Fasanenschlösschen Moritzburg

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