Schloss Hartenfels

Am Anfang der Zusammenarbeit zwischen WMF und Ostdeutscher Sparkassenstiftung standen die Restaurierung des Renaissance-Portals am Wendelstein und der Wiederaufbau des davor befindlichen Neptunbrunnens von Schloss Hartenfels im sächsischen Torgau, unterstützt durch die Sparkasse Leipzig.  

Es folgte ein Expertenworkshop zur Restaurierung des sog. „Schönen Erkers“, eine der schönsten Sandsteinreliefarbeiten in Sachsen. Das Torgauer Schloss – im 16. Jahrhundert Residenz der sächsischen Kurfürsten – ist eines der bedeutendsten Bauten der Frührenaissance in Deutschland. In der Reformationszeit entstand die Schlosskapelle, der erste protestantische Kirchenbau der Welt, dessen Weihe 1544 durch Martin Luther erfolgte. Der „Schöne Erker“ wurde 1544 aus Sandstein errichtet. Mit seiner filigranen Ornamentik und seinen figürlichen Reliefs bildet er innerhalb des Schlossensembles ein gestalterisches Gegengewicht zu dem wenige Jahre älteren Wendelstein. Ursprünglich war er Teil der kurfürstlichen Wohngemächer des Schlosses. 

Innenhof mit Wendelstein Restaurierungsarbeiten mit Großplakat zum Projekt "Schöne Erker" nach der Restaurierung Innenhof mit Neptunbrunnen und „Schönem Erker“  vor der Restaurierung

Nach neun Jahren konnte im Juli 2011 die Wiedereinweihung des Schönen Erkers feierlich begangenen werden. Der „Schöne Erker“ war durch zahlreiche bedrohliche Risse und schwerste Verwitterungsschäden in seiner Substanz bedroht. Zudem schälte die Oberfläche der 450 Jahre alten Reliefs großflächig ab. Deshalb war eine nahezu komplette Demontage des Erkers für die Restaurierung unvermeidbar. Die Steinteile und Reliefs mussten aufwändig entsalzt, gefestigt und konserviert werden, bevor der Erker wieder errichtet werden konnte.

Kontakt