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WMF Antragsformular

Das Formular für eine Antragstellung an den WMF finden Sie hier:

Transatlantische Partnerschaft zum Schutz herausragender Denkmäler in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Sachsen-Anhalt

Seit 2002 besteht eine fest vereinbarte, projektbezogene Partnerschaft zwischen der Ostdeutschen Sparkassenstiftung (OSS) und dem World Monuments Fund (WMF).

Beide Organisationen sehen eine besondere Herausforderung darin, in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Sachsen-Anhalt zur Restaurierung und zum Erhalt von ausgewählten Baudenkmälern deutlich herausragender kulturhistorischer Bedeutung beizutragen.

Was macht der WMF?

Der WMF (http://www.wmf.org/) ist eine gemeinnützige, nichtstaatliche Organisation mit Hauptsitz in New York, die sich weltweit dem Erhalt bedeutender Denkmäler der Menschheit widmet. Seit seiner Gründung im Jahr 1965 arbeitet der WMF international mit verschiedenen öffentlichen und privaten Partnern zusammen. Die Koordination europäischer Projekte erfolgt durch das Büro des WMF in Paris. Für die Kooperation in Ostdeutschland spielen für den WMF Europa vor allem drei Förderprogramme eine bedeutende Rolle: Das „Kress Foundation European Preservation Program“, das „European Fine Interiors Program“ und das „Robert W. Wilson Challenge to Conserve Our Heritage Program“.

Bisher konnte das Engagement des WMF zum Erhalt von mehr als 300 bedeutenden und unersetzbaren Bauwerken in 70 Ländern beitragen, darunter unter anderem die jüdische Synagoge in Krakau, die Haghia Sophia in Istanbul und das Reiterstandbild des Bartolomeo Colleoni in Venedig.

Neben dem Schutz einzelner Kulturdenkmäler durch die verschiedenen Förderprogramme stellt der WMF unter dem Titel „World Monuments Watch“ alle zwei Jahre eine Liste der 100 weltweit am meisten gefährdeten Denkmäler zusammen. Seit dem Start des Projekts 1996 konnte der WMF für mehr als 75% der beschriebenen Stätten die Aufmerksamkeit potentieller Förderer erreichen und so dringend benötigte technische und finanzielle Hilfe organisieren.

Gemeinsame Projekte

Am Anfang der Zusammenarbeit zwischen WMF und Ostdeutscher Sparkassenstiftung standen die Restaurierung des Renaissance-Portals am Wendelstein und der Wiederaufbau des davor befindlichen Neptunbrunnens von Schloss Hartenfels im sächsischen Torgau.
Es folgte ein Expertenworkshop zur Restaurierung des sog. „Schönen Erkers“, eine der schönsten Sandsteinreliefarbeiten in Sachsen. Das Schloss – im 16. Jahrhundert Residenz der sächsischen Kurfürsten – ist eine der bedeutendsten Bauten der Frührenaissance in Deutschland. In der Reformationszeit entstand die Schlosskapelle, der erste protestantische Kirchenbau der Welt, dessen Weihe 1544 durch Martin Luther erfolgte.

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Schloss Hartenfels, Torgau, Innenhof mit Wendelstein

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Schloss Hartenfels, Torgau, Innenhof mit Neptunbrunnen und „Schönem Erker“


Ein weiteres bemerkenswertes Projekt ist die Konservierung der spätmittelalterlichen Wandmalereien in der Burgkapelle der Bischofsresidenz Ziesar. Die im Nordosten Deutschlands einmalige Komplettausmalung der Kapelle und der dichte Gebäudebestand der Gesamtanlage aus dem Mittelalter machen die Residenz zu einem weit über Brandenburg ausstrahlenden kulturellen Anziehungspunkt von besonderer Güte.

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Ziesar, Burgkapelle, Portal

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Ziesar, Burgkapelle, Mondsichelmadonna als Wandmalerei

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Bischofsresidenz Ziesar


Im Rahmen der partnerschaftlichen Förderung erfolgte auch die Wiederherstellung einer Folge von vier prachtvollen Kabinetten und Zimmern mit exquisiter Rokoko-Ausstattung im Neuen Palais Potsdam. Bei der Raumfolge handelt es sich um die Gästeräume Friedrichs des Großen. Das Neue Palais ist der größte unter Friedrich II. entstandene Schlossbau und ein herausragendes Bauspiel europäischer Palastarchitektur. Nachdem seit Mitte der 80-er Jahre die Öffentlichkeit die Räume nicht besichtigen konnte, sollen sie zum 300. Geburtstag Friedrichs des Großen im Jahr 2012 wieder für Besucher zugänglich sein.

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Neues Palais Potsdam

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Neues Palais Potsdam


Antragstellung an den WMF

Anträge für eine Gemeinschaftsförderung von WMF und Ostdeutscher Sparkassenstiftung sind an letztere auf dem üblichen Antragsweg über die örtliche Sparkasse zu richten.

In einem ersten Schritt entscheiden die zuständigen Gremien der Ostdeutschen Sparkassenstiftung über eine Förderung. Wenn es der Stiftung möglich ist, einem Antrag zu entsprechen, wird der Antragsteller aufgefordert, einen englischsprachigen Antrag an den WMF zu formulieren. Diesen leitet die Ostdeutsche Sparkassenstiftung zusammen mit einem positiven Votum an den Präsidenten des WMF Europe weiter. Sobald der WMF Europe seine Entscheidung der Ostdeutschen Sparkassenstiftung schriftlich mitgeteilt hat, informiert diese den Antragsteller.