Rust-Preis

Rust-Preis: Mehr Meistergeigen als je zuvor vergeben, drei Preisträgerinnen gekürt

Dessau 13.11.2016. 12 Meistergeigen wurden beim Rust-Preis 2016 vergeben, das sind mehr als je zuvor, dazu eine 1. und zwei 2. Preisträgerinnen gekürt: Der Violin-Förderwettbewerb der Ostdeutschen Sparkassenstiftung ging am Sonntag mit einer festlichen Matinee im Anhaltischen Theater zu Ende.

Die Preisträgerinnen: Johanna Müller aus Halle, 18 Jahre alt, wurde zum zweiten Mal mit dem 1. Preis ausgezeichnet und erhielt damit auch den vom Anhaltischen Theater gestifteten Sonderpreis: die Einladung, erneut mit der Anhaltischen Philharmonie Dessau aufzutreten. Mit dem 2. Preis wurden gleich zwei 16-jährige Geigerinnen geehrt: Paula Borggrefe aus Halle und Charlotte Thiele aus Dresden. Alle drei Preisträgerinnen verteidigten ihr Instrument und erhielten zusätzlich die erstmals vergebenen Preisgelder (700 Euro für den 1. Preis, und jeweils 500 Euro für den 2. Preis).

Insgesamt 12 junge Musiker konnten sich über den Gewinn einer Meistergeige freuen, so viele wie nie zuvor. In der Preisträger-Matinee am Sonntag, den 13. November, waren neben den Preisträgerinnen sechs von ihnen zu hören. Damit verlieh die Stiftung der Tatsache Ausdruck, dass in diesem Jahr in allen Altersgruppen Musiker mit großem Potential zu finden waren. Es spielten der 12-jährige Magdeburger Marlin Flagmansky, die 14-jährige Anna Quitzke und die 19-jährige Samira Dietze aus Dresden, der 17-jährige Chemnitzer Lasse Anders sowie Hilde Jentsch (14 Jahre) aus Schkopau und Johanna Schultze (20 Jahre) aus Leipzig, die beide ihre Geige verteidigten.

Zwei weitere junge Talente konnten sich ihre bei einem früheren Wettbewerb erspielten Instrumente für die nächsten zwei Jahre sichern: Reingard Marie Voß, 16 Jahre, aus Halle, ihren Bogen, und Soheyla Marie Güttler, 14 Jahre aus Kleinmachnow, ihre Violine. Elisaweta Oreschkow aus Schönebeck und Ben Pistol aus Zwenkau, beide 15 Jahre alt, traten zum ersten Mal an und wurden mit einer Violine belohnt. Bei ihnen allen kommt ein wesentlicher Aspekt des Wettbewerbs zum Tragen, der die Förderung der künstlerischen Entwicklung in den Fokus stellt, jenseits von Preisgewinnen.

Wer nicht mit seinem Trauminstrument nach Hause ging, konnte sich über einen Notengutschein freuen und wird von der Erfahrung profitieren, sich mit Geigerinnen und Geigern seiner Altersgruppe zu messen, vor Publikum und einer Jury aufzutreten.

Die Zahl der Anmeldungen war mit 22 gegenüber den Vorjahren deutlich gestiegen, die Altersgruppe der Jüngsten dabei mit neun Musikern am stärksten vertreten. Bewerben konnten sich Geigerinnen und Geiger im Alter zwischen 12 und 21 Jahren aus Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Sachsen-Anhalt. 2/3 der diesjährigen Teilnehmer traten zum ersten Mal an, die anderen, um ihr
Leih-Instrument für weitere zwei Jahre zu behalten oder, sich ein neues aussuchen zu dürfen.

Alle beim Wettbewerb vergebenen Instrumente wurden im Auftrag der Ostdeutschen Sparkassenstiftung von ostdeutschen Geigenbauern gebaut. So unterstützt sie gleichzeitig den künstlerischen Nachwuchs und das traditionsreiche Handwerk – eine Kombination, die bundesweit einmalig ist.

Der Jury gehörten an: Ingeborg Behnke (Geigenbaumeisterin, Berlin), Antony Hermus (Generalmusikdirektor des Anhaltischen Theaters Dessau a. D., Künstlerischer Leiter des Nationalen Jugendorchesters der Niederlande), Anne-Kathrin Lindig (Professorin für Violine, Hochschule für Musik „Franz Liszt“, Weimar), Waltraut Wächter (1. Konzertmeisterin des MDR-Sinfonieorchesters Leipzig) und Patricia Werner (Geschäftsführung der Ostdeutschen Sparkassenstiftung).

Der nächste Rust-Preis findet vom 9. bis 11.11.2018 erneut im „Alten Theater“ Dessau statt.

Die Preisträgerinnen: Johanna Müller (im Bild in der Mitte): 1. Preis u. Sonderpreis; Paula Borggrefe (links): 2. Preis; Charlotte Thiele (rechts): 2. Preis © Ostdeutsche Sparkassenstiftung, Fotograf: Sebastian Gündel Insgesamt 12 junge Musiker konnten sich über den Gewinn einer Meistergeige freuen © Ostdeutsche Sparkassenstiftung, Fotograf: Sebastian Gündel Plakat 'Bogenkünstler gesucht'

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